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Demo

Teil 1
Demo 2
Teil 2
Hishams Tagebücher vom:
17.09.2010
31.08.2010
18.07.2010

04.07.2010

Wie sich Israel an Steine werfenden Jungen rächt

Ein israelischer Soldat berichtet

Härtere Bedingungen für palästinensische politische Gefangene

Hungerstreik von  F. Maraghy

Der alte Gaza-Junge und das Meer

Das Fischermädchen, das die Blockade durchbricht


Prof. Schmitz Reisebericht

Sag mir, wer Terrorist ist!

Tell me, who is the terrorist

In den letzten 10 Jahren haben die israelischen Streitkräfte mindestens 255 palästinensische Minderjährige durch einen Schuss in den Kopf getötet Schüsse in den Kopf  von CounterPunch/Alison Weir

Vera Macht berichtet:

Gerechtigkeit ist der Weg zum Frieden

Hishams Tagebuch

Augenzeugenberichte aus Palästina/Israel
Unser Solidaritätsaktivist Hisham ließ uns Fotos zukommen, die Ereignisse widerspiegeln, die seine Projektaufenthalte in der Westbank "begleiten", - die Normalität von Alltagsgewalt aber auch Zeichen des Widerstandes gegen Besatzung.
Graffiti
Graffiti als Aufschrei aus der Ohnmacht der Unterdrückten
Die Mauer
Symbol der Trennung und Unmenschlichkeit, - die Mauer nahe Bethlehem
Alltag in Qalandia
Alltag in Qalandia: Allgegenwart der israelischen Besatzungstruppen
Demo
Solidarität der Palästinenser mit ihren
hungerstreikenden Brüdern in israelischen Gefängnissen

Was du hier an Besatzung erlebst, ist wie ein 5 Sterne Hotel im Vergleich zu 10 Jahren zuvor“
Dies ist einer der Sätze, die mich seit meinem Aufenthalt in Palästina verfolgen. Es ist nun gut ein Jahr her, dass ich nach 3 Monaten Aufenthalt in einem Flüchtlingslager der West Bank meine Sachen packte.

Seit dem ist viel in einem Leben passiert, dennoch hat mich nichts so sehr geprägt wie diese Reise. Besatzung hautnah wollte ich erleben… das habe ich. Und es ist ein seltsames Gefühl dieser Form staatlicher Herrschaft entflohen zu sein.

Auf der einen Seite fürchtet man sich in bestimmten Situationen zu Tode, wenn ich zum Beispiel an meine erste Begegnung mit schießwütigen israelischen Soldaten bei Freitagsdemonstrationen zurückdenke. Man meint, sich so etwas vorstellen zu können, wenn man Bilder und Videos aus der Region zu sehen bekommt. Es aber zu erleben und um seine eigene Haut fürchten zu müssen, ist ein Gefühl, das ich hoffe nicht mehr oft erleben zu müssen, - die Erfahrung möchte ich dennoch keinesfalls missen.

Auf der anderen Seite wird die Besatzung sehr schnell zum Alltag. Die Scheinwerfer der Wachtürme an der Trennungsmauer sind heute Nacht wieder an? Ach, dann lieber später ins Bett gehen, mit einem grell erleuchteten Schlafzimmer schläft es sich eben nicht gut; bin dann mal auf eine späte Tasse Tee bei den Nachbarn. Kinder auf den Dächern? Vermutlich wieder Patrouillen der Besatzungstruppen im Camp gewesen, lieber vorsichtig um jede Ecke schauen, während ich nach Hause gehe. Freunde in Ramallah treffen? Da wird aus einer theoretisch 15-minütigen Fahrt schnell eine 1 ½ stündige Reise auf engen, gefährlichen Landstraßen -mit Ausblick auf die Autobahnen der Siedler- und einem kurzen oder oft auch längerem Aufenthalt im sogenannten Container-Checkpoint; Erniedrigung von Palästinensern, Willkür der Soldaten inklusive.

Während meiner letzten Tage damals in Bethlehem sagten mir viele Internationals es brauche eine Weile, bis man sich an den „normalen“ Wahnsinn in Deutschland gewöhnt. Mindestens ein bis zwei… Monate, nicht Wochen. Ich habe es ihnen nicht geglaubt. „Wieso? Ich weiß, wie es bei mir zu geht und ich kann das alles hier schon verarbeiten!“ Tatsächlich: Anfangs fühlte es sich an, als wäre nach einigen Tagen wieder alles beim Alten. Doch nach einiger Zeit fiel mir auf, dass ich alles mit Palästina vergleiche: Der Nachbar winkt mir zu? Erwarte nicht, dass er dich gleich auf Kaffee und Tee einlädt! Die Polizei hält dich an? Hab keine Angst, diese Staatsgewalt wird nicht sofort das Feuer eröffnen und staatsfremde Subjekte (Palästinenser, Beduinen) demütigen. Eine Straßensperre? Keine Sorge, das sind nur Bauarbeiten, unweigerlich muss ich jedoch an israelische Checkpoints denken.

Bis mir das auffiel, dauerte es einige Wochen. Und anschließend verbrachte ich tatsächlich beinahe ein halbes Jahr damit täglich an Palästina zu denken, mit jedem darüber zu reden. Nach einigen Monaten konnte ich es meinen Freunden auch nicht mehr übel nehmen, dass diese genervt von meinen ständigen Erzählungen waren. Ich konnte aber nicht damit aufhören.Ich muss gestehen: Es tat gut, als ich endlich damit abschließen konnte. Ich konnte mich anderen Dingen widmen, mich weiterentwickeln. Meine ständige Verbindung zu Palästina wurde schon regelrecht zu einer Last.

Abgeschüttelt habe ich meine Begeisterung für diese Region und mein Engagement für die palästinensischen Menschen keineswegs. Im Gegenteil: Ich war endlich in der Lage, klare Gedanken zu fassen, mein Leben neu zu strukturieren und mich mental und materiell vorzubereiten… auf einen erneuten Aufenthalt im Westjordanland, auf neue Erfahrungen, auf das Wiedersehen mit Freunden in den besetzten Territorien und auf meinen sehr, sehr kleinen Beitrag im Kampf die gegen Besatzung.

Aus diesem Grund musste ich einfach wieder hierher. Und es fühlt sich toll an, vertraut und beheimatet. Nicht so sehr der Ort an sich, mehr die Menschen. Seit Jahrzehnten unter israelischer Besatzung, praktisch seit dem römischen Reich ständig unter Besatzung. Nach den Römern die Kreuzritter, nach diesen die Ottomanen, nach diesen die Briten, nach diesen die Jordanier, und nun die Israelis. Und trotzdem könnten die Menschen hier nicht netter sein. Fröhlich und gastfreundlich, witzig und überaus hilfsbereit.

Ich war mir sicher: Ich fühlte, dass ich mich erneut auf den Weg machen müsse. Die Befragung am Flughafen verlief erwartungsgemäß etwas länger, im Lügen war ich aber schon immer ein Meister. Ab nach Jerusalem. Dann über Checkpoint 300 und Mauer vorbei, auf der anderen Seite stürmen verzweifelte Taxifahrer auf einen zu, in der Hoffnung ein paar Shekel zu ergattern. Das hört sich nicht sonderlich verlockend an, wer einmal hier war, weiß jedoch, dass man sich dann zuhause fühlt. Ich bin niemand, der sesshaft werden will, doch hier fühlt es sich tatsächlich wie in einem zweiten Zuhause an.

Beste Grüße aus den besetzten palästinensischen Territorien,
Hisham, in Palästina  (Bericht als WORD-Dokument)
Was die Medien und damit die meisten Leute gerne vergessen:
Die Blockade des Gazastreifens hatte begonnen, schon lange bevor die Hamas an die Macht kam.
Eine Geschichte der Blockade des Gazastreifens von Mya Guarneri, Schriftstellerin und Journalistin mit Basis in Tel Aviv:

The blockade on Gaza began long before Hamas came to power
Salam Shalom Arbeitskreis Palästina-Israel e.V. setzt sich für einen gerechten Frieden für die Menschen im Nahen Osten ein.