Viele
dieser Präsentationen wurden uns von Freunden mit
der
Bitte um Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
Israel führt Krieg gegen Bil'in:
Wedad Yassin, Studentin aus den USA, hat ihre
Familie im Westjordanand besucht und bei dieser Gelegenheit auch Bil'in, wo jede
Woche fiedlich gegen Mauer- und Siedlungsbau demonstriert wird. Im dortigen
Kulturzentrum Jamiyyah (Verein zur Förderung und Wiederbelebung der
palästinensischen Kultur und Dokumentation israelischer Verbrechen) werden
Reste israelischer Munition aufbewahrt, die die Palästinenser in den etzten
Jahren, seit es die friedlichen Demonstrationen gibt, gesammelt haben. Wedad
Yassin hat sie fotografiert.
Mit einem herzlichen Gruss schicke ich Euch/Ihnen einen Link zu einem Radiobeitrag des BR2 vom 2.12.2011. P. Rainer
Dahers Weinberg, Talitha Kumi, Neve Shalom/ Wahat al Salam Friedensarbeit Israel Shalom? – Salam?
Die Zusammenarbeit zwischen jüdischen und palästinensischen
Friedensaktiven ist heute fast zum Erliegen gekommen. Da politische
Lösungen immer noch nicht in Sicht sind, schwindet zunehmend auch
an der Basis das Vertrauen in den jeweils anderen. Dennoch leisten nach
wie vor die verschiedensten Einrichtungen und Organisationen auf
israelischer und palästinensischer Seite Friedensarbeit. Autor: Brigitte Jünger Stand: 02.12.2011
Trennendem, wie dem augenfälligen Beton-Grenzwall zum
Westjordanland, setzen Initiativen die verbindende Kraft der Toleranz
entgegen. An der renommierten Talitha Kumi-Schule in Beit Jala
beispielsweise gehört die Achtung vor den Religionen und der
Respekt im Umgang miteinander zu den Grundpfeilern der Erziehung. Diese
älteste evangelische Schule in Palästina wurde 1851
gegründet. Seit dieser Zeit ist die friedliche Botschaft des
Evangeliums die Leitlinie für Talitha Kumi.
Tent of Nations, ein privates Projekt
Daoud Nassar hat Tent of Nations gegründet Nicht weit entfernt, in
der Nähe von Bethlehem, hat Daoud Nassar ein privates
Friedensprojekt ins Leben gerufen, das Zelt der Völker (Tent of
Nations). Hier haben Jugendliche aus aller Welt die Möglichkeit,
sich
kennenzulernen und in einem Weinberg gemeinsam zu arbeiten.
Außerdem werden alljährlich Ferienaufenthalte für junge
Menschen aus Europa im Camp und auf "Dahers Weinberg" arrangiert.
Friedensdorf Neve Shalom, Das Friedensdorf Neve Shalom
Herausragend nicht nur in der Vermittlung, sondern in der gelebten
Gemeinschaft zwischen Juden und Palästinensern ist jedoch immer
noch das Dorf Neve Shalom/ Wahat al Salam. In den 1970er-Jahren auf
Initiative des Dominikanerpaters Bruno Hussar gegründet, haben
Juden und Palästinenser das Dorf an der Autobahn zwischen Tel Aviv
und Jerusalem gemeinsam aufgebaut. Seitdem leben sie dort und beweisen,
dass ein solches Zusammenleben tatsächlich möglich ist. An
der dorfeigenen Grundschule werden jüdische und
palästinensische Kinder konsequent zweisprachig unterrichtet.
HUMANITY
" HAS NO NATIONALITY : Huwaida Arraf Huwaida
Arraf is a Palestinian lawyer with American and Israeli citizenship. In
2001
Huwaida co-founded the International Solidarity Movement (ISM), which
has twice
been nominated for the Nobel Peace Prize. Huwaida is co-author of
"Peace
Under Fire: Israel, Palestine, and the International Solidarity
Movement."
She taught in a human rights law clinic at Al-Quds University in the
first
legal clinic in the Arab World. She was one of the initiators and
organizers of
a delegation of American lawyers to Gaza in February 2009, and
co-edited the
report on their findings. Huwaida is currently the
Chairperson of the
Free Gaza
Movement. Since August 2008, she has led 5 successful sea voyages to
the Gaza
Strip. She was one of the primary organizers of the Gaza Freedom
Flotilla,
traveling with it when it was lethally attacked by Israeli forces on 31
May
2010.
In Palestine
chronicle ist eine ausführliche, sehr interessante Besprechung des
Buches von Zalman Amit und Daphna Levit
, "Israeli Rejectionism. A Hidden Agenda in the Middle East Peace
Process, Pluto, London-New York) durch Ludwig Watzal erschienen.Von
Ben-Gurion an (mit einem Abstecher) zu 1930 wird detailiert
geschildert, wie es Politik jedes Ministerpräsidenten, jeder
Regierung und Partei war, alle Chancen zu einem Frieden
zurückzuweisen und jeder konkreten Verbindlichkeit
bezüglich des Verlaufs seiner Grenzen auszuweichen. Dass
"Israel kein Partner für Frieden" ist, ist eine gewagte, aber
gut begründete Schlußfolgerung, die von allen,
die sich näher mit der Nahostfrage
beschädtigen, gründlich untersucht werden sollte. K. Nebauer
Sabine aus
München: Video der Verhaftung des
13-jährigen Islam Jaber in Ost-Jerusalem (22.7.2011). Was soll
das??? Das ist ja wie inszeniert.... ich musste es mir gleich mehrmals
anschauen, um durchzublicken, wieviele Autos da eigentlich mit
beteiligt waren....unglaublich.... Zum
Video
Olivenernte unter der Besatzung
Ohne den
Schutz mutiger Aktivisten aus dem Westen können
palästinensische Bauernfamilien die Olivenernte im eigenen
Land nicht
ohne weiteres einfahren. Sie sind der Willkür
israelischer Soldaten vollkommen ausgeliefert.
Der Widerstand der Palästinenser wird sowohl in Israel als
auch im
Westen nach wie vor mit Terror gleichgesetzt.
"Das nächste Mal, wenn jemand damit
argumentiert "Israel hat das Recht sich zu verteidigen" oder wenn
jemand die (missbräuchliche) Entschuldigungstaktik anwendet,
wie sie unter Ehepaaren üblich ist: "Schau, wozu
Du mich gebracht hast", sag NEIN. Sag ihnen, dass
es überhaupt keine akzeptable Rechtfertigung für die absichtliche
Zerstörung eines gesamten Volkes gibt.
Es ist skrupellos. Es ist falsch. In einfachen Worten: Es gibt kein
vernünftiges Argument für ein solches Verhalten.
Diejenigen, die doch daran festhalten, sollten zurechtgewiesen werden
und man muss sich ihnen energisch widersetzen."
"Sheer
Criminal Aggression" Israel's Attack on Gaza Flotilla Chomsky Says "No
Credible Pretext"
Palästinensische Schulkinder werden in
Hebron
häufig von israelischen Siedlern attackiert und mit Steinen
beworfen. Israelische Polizisten und Soldaten tun so, als
würden
sie die Angegriffenen in Schutz nehmen. Die Video-Aufnahmen zeigen,
wie die Wirklichkeit ist.
Hebron
- Jüdisch oder palästinensisch ?
3sat
Kulturzeit
Bericht
vom 26.01.2011: In der Altstadt von Hebron leben etwa 600
jüdische Siedler inmitten von 130.000 Palästinensern
- geschützt von einigen Hundert israelischen Soldaten.
Für beide Parteien ist es ein heiliger Ort. Das birgt
Konfliktpotential. Nun will Hebron Weltkulturerbe werden.
Die
Brutalität und der Hass der Siedler, selbst der kleinsten
Kinder, wird immer größer und ebenso die
Machtlosigkeit der israelischen Soldaten, die sich nicht mehr trauen,
dagegen einzuschreiten. Learning to Hate: Israel's Colonial Settler Children
Nach Schmetterling und Taucherglocke
das neue
Meisterwerk Miral von Julian Schnabel Qantara.de:
"Miral" ist vermutlich die erste westliche Filmproduktion, in der mit
aller Selbstverständlichkeit eine ausdifferenzierte, moderne
palästinensische Gesellschaft vor der Vertreibung und der
Zerstörung der gesellschaftlichen Strukturen gezeigt wird. Der
Film widerspricht damit der westlichen Vorstellung eines
rückständigen Volkes, schreibt Irit
Neidhardt.
Das Massaker im Winter 2008/2009
an der Zivilbevölkerung von Gaza. Ein Film mit
jeweils englischer, französischer oder spanischer
Untertitelung. (ca.
55 Minuten Dauer)
Zerstörungswut
israelischer Soldaten gehört zum Alltag der wehrlosen
palästinensischen Bevölkerung. Unter dem
Vorwand für die Sicherheit der fanatisierten
israelischen Siedler zu sorgen, werden viele palästinensische
Familien in ihrer eigenen Heimat obdachlos gemacht, indem man ihre
Häuser sowie
jegliche Form von Infrastruktur dem Erdboden gleich gemacht.
Hierzu liefert u.a. der amerikanische Caterpillar, der
weltgrößte Hersteller von Baumaschinen, hemmungslos
weiterhin das dazu notwendige schwere Gerät, obwohl bereits
eine amerikanische Friedensaktivistin, Rachel Ailene Corrie, von
einer solchen Maschine überfahren worden ist. Augenzeugen
berichten sogar, ihre Leiche sei mit Absicht und wiederholt
überfahren worden. Nach Darstellung der israelischen
Streitkräfte
soll es sich angeblich um einen Unfall gehandelt haben. Die
rücksichtslose Vorgehensweise der israelischen Armee, die in
diesem Film dokumentiert wird, lässt doch erahnen, dass der
Tod wehrloser Demonstransten in Kauf genommen wird.
SWR2
v. 26.10.2010 Warum Palästina?( ca. 25 Minuten
) Deutsche
engagieren sich im Nahen Osten
von Martina Sabra "Der
Unternehmer Hans von Wedemeyer und der Künstler Erhard
Arendt
sind zwar im Rentenalter, aber noch lange nicht im
"Ruhestand".
Einen Großteil ihrer Zeit und Kraft widmen sie dem Einsatz
für die
Menschenrechte der Palästinenser. Warum
engagieren sich Menschen, die ihr politisches Bewusstsein im
Nachkriegsdeutschland der 1950er Jahre entwickelten, für
Palästina? Wie stehen sie zu der Auffassung, dass Deutschland
aufgrund seiner historischen Schuld Israel unterstützen
müsse? Und sind sie dieses Konfliktes, in dem sich auch nach
Jahrzehnten keine gerechte oder friedliche Lösung abzeichnet,
nicht langsam müde?"
Diese
mutigen Deutschen, Ellen Rohlfs z.B., geben eine
klare Antwort auf die
Frage, ob es uns Deutschen verwehrt
sei, wegen unserer Geschichte kritisch zur israelischen Politik
Stellung zu beziehen: eindeutig ja, weil dies genau das
Vermächtnis der Shoa ist, nämlich zu Verletzungen von
Menschenrechten und Völkerrecht nie wieder zu schweigen, in
wessen Namen sie auch begangen werden.
Michel
Collon,
der unabhängige Journalist, Schriftsteller und Historiker:
Israel
ist nichts anderes als ein Kolonialprojekt. Genau genommen
sind
die Palästinenser - ob Moslems, Christen oder Juden
- die
eigentlichen Nachkommen der alten Hebräer, und nicht die
eingewanderten zum Judentum konvertierten Europäer Siehe
Video
Im schwedischen
Fernsehen war eine Dokumentarsendung - 60 Minuten
- zum Israel/Palestina-Konflikt zu sehen. Teile dieser
Sendung stammen von mutigen israelischen
Frauen von "Checkpoint-Watch", Rabbi Arik Asherman... Viele
israelische Gegner der Unterdrückung kommen zu Wort.
Auch wird das Verhalten von rechtsextremistischen, bewaffneten
Landräubern gezeigt. Meist auf Englisch
Reinhard Helmers, Univ.-lektor a.D., SE 224 65
LUND/Schweden
Hier ist ein neues Video,
dass unser Korrespondent Hisham vor Ort
über eine Demo zur Verhinderung des weiteren Baus der
Apartheidmauer für die unabhängige
palästinensische Nachrichtenagentur PNN
erstellt hat:
Es zeigt die Brutalität des Alltags,
während die Verhandlungen zwischen Abas und
Netanyahu laufen, die der Welt vorspiegeln sollen, dass es wieder
"Friedensverhandlungen" geben soll.
Die Bilder der israelischen Soldatin Abergil ist ja
keine Ausnahme:
In einem Bericht von El Pais vom 18.08.10 posieren
Israelische
Soldaten vor der Kamera mit ihren Kriegstrophäen für ein
Erinnerungerungsfoto.
"Breaking
the Silence" (2004 vom Sergeant in der
Reserve Yehuda Shaul gegründet) meldet sich in der
Öffentlichkeit und stellt
eine Serie von Fotos in Facebook, um zu zeigen, dass Abergil keine
Ausnahme, sondern die Regel ist. Mehr dazu
Unfaßbar
und nicht zu glauben, was sich israelische Soldaten erlauben. Und dies
ist nicht der erste vergleichbare Fall !!
07.
Juli 2008 - Ni'lin / Palästina | Ein israelischer Soldat
schießt auf
einen gefangenen palästinensischen Demonstranten,
während dieser dabei
von anderen Soldaten festgehalten wird.
On
20 July 2008, B'Tselem was given a video cassette a Palestinian
youngster filmed through the window of her home, in Ni’lin.
The
footage, filmed on 7 July, shows a soldier firing a rubber-coated
bullet at a handcuffed, blindfolded Palestinian from almost point-blank
range. Several security forces were present, among them a
lieutenant-colonel who was holding the Palestinian’s arm when
the shot
was fired. B'Tselem immediately published the footage and sent a copy
to the Military Police Investigation Unit. The media reported that
following the airing of the video, the army opened an investigation,
and that the Judea and Samaria Division Commander had known about the
incident but had taken no action in the matter. http://www.youtube.com/watch?v=sCkKabT6-Sw
The
young man being arrested in the video is Lucas Koerner
Das Dorf, der Wald und ein
bisschen über Gott
Adam Keller - Crazy Country 8.2.11
Gestern
wurden um 7 Uhr große Polizeikräfte, von Bulldozern
und vielen LKWs an
der Kama-Kreuzung nordwestlich von Ber
Sheba / Negev
beobachtet. Bewohner
von Al Arakib verstanden sofort, dass
sie das Ziel dieser Kräfte waren. Al
Arakib ist schon 12 mal innerhalb eines knappen Jahres
zerstört worden
und jedes Mal kehrten die Bewohner zurück und bauten
Hütten und
Schuppen an der Stelle ihrer zerstörten Häuser wieder
auf. Gestern war
es das 13. Mal.
Polizeikräfte
umgaben das Gebiet von allen
Seiten, um zu verhindern, dass Dorfbewohner und
Menschenrechtsaktivisten das Zerstören behindern. Mitglieder
von „Bimkom“
- einer Vereinigung von Architekten und Städteplanern, die
versuchen, alternative Pläne zu denen des politischen
Establishments zu
zeichnen – wurden auch von der Polizei gestoppt, ihnen wurden
die
Identitätskarten abgenommen und gesagt, dies Gebiet sei
gesperrtes und
der Zugang verboten.
„Wie
weit erstreckt sich das gesperrte
Gebiet?“ fragte der Aktivist Alon Cohen-Lifshitz. Die Antwort
lautete:
„Von Horizont zu Horizont.“ Mit dieser Antwort war
er nicht zufrieden
und erklärte: „Wenn Ihr ein Gebiet
abschließt, müsst ihr eine genaue
Karte zeigen können.“ Die unmittelbare und
entscheidende Antwort darauf
war, dass die Aktivisten zum Polizeiwagen gezerrt wurden, um dort
sieben Stunden in Haft zu verbringen, da sie „einen
Polizeioffizier
beleidigt und ihm nicht gehorcht hätten“.
Unterdessen
fuhren die
Bulldozer hinter der Polizeikette mit ihrer Arbeit fort. Die zwölf
erbärmlichen Hütten, in denen die Dörfler
hausten, wurden abgerissen,
auch das Protestzelt, in dem sie Gäste aus Israel und dem
Ausland
empfingen. Jedes Überbleibsel aus dieser und früheren
Zerstörungen
wurde auf die zehn LKWs geladen und weggefahren, um sicher zu gehen,
dass die Dorfbewohner sie nicht noch mal zum Wiederaufbau
benützen. Die
Bewohner beobachteten die Zerstörung vom Friedhof aus, wo ihre
Vorfahren im letzten Jahrhundert beerdigt worden waren und der bis
jetzt von den Bulldozern unberührt geblieben war. Die Moschee
im
Friedhof war der einzige Bau, den man stehen gelassen hatte. Er bildete
für die Kinder ein Schutz gegen die kalten
Winternächte im Negev.
Die Polizei
hat nicht genügend Kräfte, um das Gebiet auf Dauer
abzusperren. Morgen oder übermorgen wird sie das Gebiet
verlassen, und
die Bewohner werden zu ihrem Land zurückkehren. Sie haben
nicht die
Absicht aufzugeben. Sie werden neue Hütten aufbauen und darin
leben,
bis die nächste Welle der Zerstörung in ein oder zwei
Monaten kommt.
Warum
ist die Regierung Israels, die einzige Demokratie im Nahen Osten(?),
so hartnäckig, ein kleines Dorf immer wieder zu
zerstören, das
existiert hatte, lange bevor Israel entstanden ist. Die Antwort ist
wohl bekannt: um die Wüste zum Blühen zu bringen. Ja,
das ist die
proklamierte und ausgesprochene Absicht des Jüdischen
Nationalfond
(JNF), hier einen Wald zu pflanzen. Dieses verdammte, nicht anerkannte
Dorf mit Namen Arakib stellt für ihre edlen
Waldanpflanzpläne ein
Hindernis dar.
Ein Wald? Ist es wirklich möglich, in dieser
trockenen Zone einen Wald wachsen zu lassen, selbst dann, wenn eine
Menge Wasser aus anderen Gegenden hierher gepumpt wird?
Möglicherweise
schafft es der JNF, einen kleinen Wald hier gedeihen zu lassen, wenn
die Polizei es schaffen sollte, die sturen Bewohner loszuwerden.
Tatsächlich
beabsichtigte der JNF schon vor einigen Wochen, am Baumfesttag, mit dem
Pflanzen zu beginnen. Aber die Dorfbewohner unterbrachen diese
Pläne
und bauten ihre Hütten am Ort ihres zerstörten Dorfes
wieder auf und
demonstrierten vor dem JNF-Hauptquartier in Jerusalem und legten
Berufung ein vor dem Gericht in Ber Sheba.
Die
Richterin Nehama
Netzer-Shalom verordnete dem JNF keinen Stop ihrer Arbeit, empfahl ihm
aber, nicht an dieser Stelle zu pflanzen, da es sein könnte,
dass
dieses Pflanzen mit dem Erhalt der bestehenden Situation vereinbar sei.
Sie sagte auch, dass kein Zweifel darüber bestehe, dass die
Zeit
gekommen sei, das Bauproblem zu regeln, dass auch Leute wie die
Beduinen von Al-Arakib in die Lage kommen könnten, legal zu
bauen und
Gemeinschaften aufzubauen, die dann später nicht zu
„nicht anerkannten
Dörfern“ erklärt werden. Dies sind
allerdings nur Empfehlungen ohne
Kraft eines Urteils. In diesem fortschrittlichen demokratischen Land
führen die Behörden aber oft sehr langsam auch
ausdrücklich
richterliche Entscheidungen durch. (Die Bewohner von Bilin warten z.B.
schon seit drei Jahren auf die Erfüllung einer richterlichen
Entscheidung, den Verlauf der Mauer zu verändern –
aber das ist eine andere Geschichte…).
Auch
Gott ist in diese Geschichte verwickelt – zumindest GOD-TV – das von
einer amerikanischen evangelikalen Kirche in den USA errichtet wurde.
Sie hat großzügig das Bäume pflanzen
finanziell unterstützt. „Es ist
ein apostolischer, prophetischer Akt, die Wüste wieder in
üppige
grüne Landschaften zu verwandeln, so wie sie (angeblich)
einmal war,
damit man wieder darin wohnen kann, und das Heilige Land für
die
Rückkehr des „Königs aller
Könige“ vorbereitet wird, so erklärte Gott
gestern über ein Kommunique, das auf der Website seiner
TV-Station
veröffentlicht wurde.
Und wie ist
es mit dem Entwurzeln der
Bewohner von Al-Arakib von ihrem Land? Nun das ist ein Problem der
Dorfbewohner und der Regierung von Israel, kein Geschäft des
GOD-TV.
Welche Bedeutung haben denn schon ein paar Dorfbewohner verglichen mit
der Rückkehr des Königs der Könige ins
Heilige Land ? (dt.
Ellen Rohlfs) Zerstörung
und Wiederaufbau
Ein sehr guter Videobeitrag, der die Situation
von Al-Arakib beschreibt. Israel Social TV:
Al-Arakib is a Bedouin village that was founded in the Negev before the
establishment of the State of Israel. During the 1950s, the residents
of the village were expelled from their land by the Israeli
authorities. During the 1990s, seeing that the state had not put their
land to any use, some of the families returned to the village. Their
attempts to work the land and create a little Garden of Eden were
thwarted when the state authorities destroyed their crops and homes. In
order to establish a legal case for ownership, the state, with the help
of the Jewish National Fund, began planting trees on the land.
On the morning of Tuesday, 27 July, security forces arrived at
Al-Arakib. They were armed withdemolition orders and accompanied by
hundreds of police officer as well as bulldozers and demolition
equipment. The police expelled the residents by force, making room for
the bulldozers and heavy equipment. The village was completely
destroyed, with hundreds of olive trees uprooted. On Saturday 31 July
the village was rebuilt with the support and help of Jewish Israelis
who came from all over Israel.
Salam
Shalom Arbeitskreis
Palästina-Israel e.V. setzt sich für einen gerechten
Frieden für die Menschen im Nahen Osten ein.