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Gerechtigkeit ist der Weg zum Frieden

Petitionen, Unterschriftenaktionen, Aufrufe
Appell der Frauen aus Gaza
Wir palästinensische Frauen aus Gaza sind Teil der Gesellschaft ganz Palästinas. Die Apartheidspolitik Israels hat uns in die Isolierung gezwungen. Seit sieben Jahren sind wir Opfer der Blockade und der militärischen Besetzung des Gaza-Streifens. Wir gehören zu jenen 1,8 Millionen Palästinensern, die auf einer Fläche von 365 Quadratkilometern eingesperrt sind. Wir werden täglich und systematisch entmenschlicht. Wir bitten Euch dringend: helft uns, die ungerechte und unmenschliche Blockade zu beenden. Die Blockade geht gegen unser ganzes Leben als Frauen, als Mütter, als Berufstätige. Die Blockade verletzt unsere Lebensrechte:
  • Unser Recht auf Leben: wir sind ständiges Ziel der Angriffe Israels. Wir sind den Bomben schutzlos preisgegeben,
  • Unser Recht auf Bewegungsfreiheit: Wir kommen aus dem größten Gefängnis der Welt nicht heraus, können unsere Verwandten im übrigen Palästina nicht besuchen.
  • Unser Recht auf Bildung und Ausbildung: Zugang zu den Bildungseinrichten im übrigen Palästina und der Welt bleibt uns verwehrt.
  • Unser Recht auf wirtschaftliche Überleben: wir werden ärmer und ärmer, wir können unsere Familien nicht mehr versorgen.
  • Unser Recht auf Arbeit: die Blockade nimmt uns alle wirtschaftlichen Möglichkeiten, im Innern wie beim Export. Immer mehr von uns sind arbeitslos.
Unser Leben ist ein einziges Elend. Es mangelt uns an so selbstverständlichen Dingen wie Elektrizität, Benzin, Trinkwasser. Könnt Ihr Euch das vorstellen?
Wir bitten Euch: Lasst uns nicht im Stich, zeigt uns Eure Solidarität. Wir laden die Frauen aus der ganzen Welt ein, mit uns gemeinsam den 8. März zu begehen, den Internationalen Frauentag. Kommt und seht selbst, in welch traurige Lage uns die Blockade gebracht hat.Gaza, im Januar 2014
Unterschrieben von Salma Zaneen, Präsidentin der Vereinigung für die Familie, Gaza, und zahlreichen Frauen in Gaza
Quelle: Institut für Palästinakunde
FrauenWegeNahost haben Kontakt aufgenommen zu der französischen Organisation EuroPalestine, die den Appell aus Gaza in französischer Sprache verbreitet hat. EuroPalestine arbeiten zusammen mit Gruppen in Belgien, Großbritannien, USA – aber bislang nicht in Deutschland. In einem Telefongespräch gestern mit der Sprecherin von EuroPalestine, Olivia Zémor, wurde vereinbart, dass sie die deutsche Fassung des Appells auf ihre Internetseite stellt. http://www.europalestine.com

Dort befindet sich ein Bericht über den bisherigen Verlauf der Solidaritätsaktionen, auf französisch und auf englisch. Eine zusammenfassende Übersetzung ins Deutsche ist in Vorbereitung.

EuroPalestine beabsichtigt, dem Aufruf der Frauen in Gaza zu folgen, und plant eine Solidaritätsreise nach Gaza zum diesjährigen Internationalen Tag der Frau am 8. März 2014. Sie lädt auch Palästina-Engagierte aus Deutschland dringend ein, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Wir von FrauenWegeNahost unterstützen das Anliegen. Palästina-Freundinnen und –Freunde könnten damit ein praktisches Zeichen der Solidarität mit den in Gaza eingesperrten und unterdrückten Frauen, Kindern und Männern setzen. Wer wäre dazu bereit und in der Lage?

Der geplante Reiseverlauf: Flug nach Kairo, Fahrt an den Grenzübergang Rafah und Versuch, nach Gaza hineinzugelangen. EuroPalestine hofft, über Kontakte mit ägyptischen Regierungskreisen eine Einreisemöglichkeit zu erhalten.Wer sich über eine Teilnahme informieren möchte, sollte sich unbedingt bis kommenden Freitag, 7. Februar einschließlich bei Olivia Zémor von EuroPalestine melden: Tel. 00331 42 84 39 94 olivia.zemor@wanadoo.fr.

Auch ich bin gern bereit, Anfragen und Anmeldungen weiterzuleiten:
0228 – 312222,
ulrike@vestring.net.
Ulrike Vestring  FrauenWegeNahost
Noeggerathstr. 34 
53111 Bonn
Hier einige Zahlen zu dem verzweifelten Aufruf der Frauen aus Gaza, den diese anlässlich des Internationalen Frauentages 2014 veröffentlicht haben. Sie wurden von der Nahost/Palästina-Initiative Heidelberg zusammengestellt und als Flugblatt verteilt.



From:
Karin Nebauer
To: Embassy@egyptian-embassy.de
Sent: Sunday, November 17, 2013 9:38 AM
Subject: Gazastreifen

Sehr geehrter Herr Botschafter,
 
angesichts der katastrophalen Situation, in der die Menschen im Gazastreifen infolge der eisernen Blockade leben müssen, möchte ich Sie fragen, was Ägypten zur Verbesserung der Lage tun kann und bereit ist zu tun.
 
Hunger, chronische Mangelernährung und Entwicklungsstörungen bei Kindern, Diarrhoen, Anämien und Stresserkrankungen nehmen in erschreckendem Ausmaß zu. Der akute Treibstoffmangel hat weitreichende Auswirkungen, wie Sie wissen: Abwasser kann nicht mehr abgepumpt werden und überflutet die Strassen, Krankenhäuser sind betroffen, die Menschen leben im Dunkeln.
 
Diese Katastrophe ist von Menschen verursacht und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Als Kollektivstrafe ist sie auch ein Kriegsverbrechen. Deshalb bitte ich die ägyptische Regierung dringend:
Beteiligen Sie sich nicht an Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen! Öffnen Sie den Grenzübergang Rafah, helfen Sie bei der ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Treibstoff. Die UNRWA allein ist dazu nicht in der Lage.
 
Missliebige politische Verhältnisse können nicht durch Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen geändert werden.
Auch Sie tragen jetzt Verantwortung für eine Änderung der Situation im Gazastreifen.
 
Mit vorzüglicher Hochachtung,

Englisch Join Palestinians on November 30th to protest against the Prawer plan
Der Prawer Plan sieht die Umsiedlung von rund 40.000 Beduinen in der Wüste Negev vor, die zur palästinensischen Minderheit in Israel gehören. Er wurde am 11. September 2011 von der israelischen Knesset verabschiedet.

Sent: Saturday, November 02, 2013 11:38 PM
Subject: "3. Israel-Kongress": Offener Brief an diejenigen Stiftungen, die den Kongress unterstützen

Wir leiten diesen Offenen Brief weiter, der von Frauen in Schwarz (Wien) auch unterstützt wurde.

14 Organisationen aus Deutschland, Israel, den USA, sowie aus Frankreich, Österreich und Schottland fordern die Vorsitzenden derjenigen parteinahen Stiftungen, die sich am "3. Israel-Kongress" beteiligen, der am 10.11.2013 in Berlin stattfindet, auf, ihre Unterstützung der Veranstaltung zurückzuziehen. Der Brief richtet sich auch an den Präsidenten der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, die ebenfalls am Kongress beteiligt ist.
 
Die Unterzeichnenden des Appells, darunter Friedensgruppen, Frauenorganisationen und Organisationen der Palästina-Solidarität, weisen darauf hin, dass der Kongress "rechte politische Elemente in Israel" fördere und der "illegalen Besatzung des palästinensischen Territoriums" Legitimität verschaffen wolle. Nicht eine einzige Organisation, die für ein Ende der Besatzung arbeite, sei vertreten - ebenso keine Organisation oder Partei der palästinensischen Bürgerinnen und Bürger Israels. Die Tatsache beispielsweise, dass der Workshop zum Thema Religion ohne ein/e muslimische VertreterIn stattfinde und die Konzentration auf die christliche und die jüdische Religion zeige, dass der Kongress die politische Ideologie von Organisationen wie "Pro-Deutschland" und der israelischen Rechten vertrete.
 
Der Appell argumentiert ausgesprochen differenziert und kenntnisreich - eine eingehende Lektüre lohnt in jedem Fall. 

israelische Produkte aus den besetzten palästinensischen GebietenProdukte aus den illegalen israelischen Siedlungen in den Besetzten Gebieten Palästinas – Nein Danke –

Unterschriftenaktion

Stop the Prawer Plan
Demolition and Eviction of Bedouin Citizens of Israel in the Naqab (Negev) 
The Prawer Plan


Der Prawer Plan sieht die Umsiedlung von rund 40.000 Beduinen in der Wüste Negev vor, die zur palästinensischen Minderheit in Israel gehören. Er wurde am 11. September 2011 von der israelischen Knesset verabschiedet.

Sydney Levy, Director of Advocacy, Jewish Voice For Peace:
I'll keep it brief because today is incredibly busy. Across Palestine and Israel, thousands of people are standing up against the Prawer Plan - and people across the globe are standing up with them.Our allies on the ground asked Jewish Voice to Peace to do everything we can to shine an international spotlight on these protests, and to make it clear that people around the world oppose the forced relocation of 40,000 people and the demolition of dozens of villages. The easiest way to take action is right here: Go to stopprawer.tumblr.com and submit a picture of yourself saying that you oppose the Prawer Plan. Share whatever message you have - just include #stopprawer as your hashtag. Please also spread the word to your friends and family. We've heard again and again that international pressure is essential to stopping the Prawer Plan - our role is really important. This fight is far from over.  The more visible we make ourselves today, the more power we'll all have to stop this impending diaster.Sincerely,

Sydney Levy, Director of Advocacy
P.S. if you're outside the US, visit  jvp.org/stopprawer   for more ways to show support



Act Now to Stop the Prawer Plan: A Human Rights Disaster in the Making
The Prawer Plan is an attack on Bedouin People, and on universal human rights
Click here to take a stand!

photo: Oren Ziv/Activestills.org

Jewish Voice for Peace:
This massive violation of human rights just got a big step closer to reality. But it's not too late to stop it: if we act now, we can make a difference. So we're asking you to send a message to Israeli Ambassador Michael Oren: we are appalled by the Prawer Plan, and all it represents.

No to the torture of Palestinian children! No complicity with their torturers!
Petition in
English, Spanish, Arabic, French

Kinder"Palästinensische Kinder und Jugendliche in den Fängen der israelischen Militärjustiz"
FrauenWege Nahost schreiben dazu:
"Wir sind der Ansicht, dass die Tatsachen, von denen hier die Rede ist, hierzulande viel zu wenig bekannt sind. Die erwähnten Berichte sind in administrativen Schubladen verschwunden. Derweil gehen die gravierenden Verstöße der israelischen Besatzungsmacht gegen Völkerrecht und Menschenrechte weiter. Tag für Tag.
Sie müssen dringend öffentlich gemacht werden. Nur politischer und gesellschaftlicher Druck auch aus Deutschland werden Staat und Gesellschaft in Israel dazu bewegen, diese Praxis zu ändern, die eine direkte Folge der seit mehr als 46 Jahren dauernden Besatzung Palästinas ist.
Handeln wir, um die palästinensischen Kinder aus den Fängen des israelischen Militärgerichtssystems zu befreien. Das ist Teil unseres Einsatzes für eine gerechte Lösung des Nahostproblems."
 
FrauenWegeNahost sendet Ihnen auf Anfrage Exemplare der Broschüre:
"Palästinensische Kinder und Jugendliche in den Fängen der israelischen Militärjustiz"
Interessentlnnen können die Broschüre zum Preis von 5.- € zuzüglich Versandkosten bestellen bei:
Sabine Werner, Fronhof 27, 53 639 Königswinter, email: frauenwege@outlook.de

Mitteilung von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde, den Autoren des Films
„Wir weigern uns Feinde zu sein – den Nahostkonflikt verstehen lernen – Deutsche Jugendliche begegnen Israelis und Palästinensern“

Bürgermeister in Nürnberg boykottiert unseren Film und verhindert seinen Einsatz an städtischen Schulen. .... Wir können diesen Kampf nicht allein gewinnen. Wir brauchen dazu Unterstützung.  

Unsere Kontoverbindung unter dem Stichwort: „Projekthilfe – Nahostfilm“
Landgraf & Gulde, GLS Bank, BLZ 430 609 67, KontoNr. 8089 8500 00
BIC: GENODEM1GLS, IBAN: DE 16 4306 0967 8089 8500 00

Näheres und vollständiger Text der Mitteilung
Siehe auch diesbezügliche Auseinandersetzungen in "Frühere Veranstaltungen"
Eine Mitteilung von Pater Rainer Fielenbach :
Bevor ich in der nächsten Woche mit einer neuen Gruppe zur Pilger- und Solidaritätsreise nach Israel und Palästina aufbreche, möchte ich Ihnen noch eine mir sehr wichtige und am Herzen liegende Information zuschicken. Ich bitte Sie ganz herzlich, sich dafür ein wenig Zeit zu nehmen.
 Es geht hier nämlich um etwas Grundsätzliches: Es geht um die Frage, wer bestimmen darf, was in der Problematik "Israel und Palästina" gesagt werden darf oder nicht, was antisemitisch ist oder nicht, ob die Wahrheit gesagt und gezeigt werden darf oder nicht.
Wir verwenden manchmal den Satz "Die Hoffnung stirbt zuletzt!" - Ich teile diesen Spruch inzwischen nicht mehr! Warum?  Weil damit die Hoffnung stirbt, wenn auch zuletzt, aber sie stirbt! Dem kann und will ich mich nicht anschliessen.
Ich habe weiter die grosse Hoffnung, dass der Film und damit sein Inhalt "Wir weigern uns Feinde zu sein" von noch mehr Menschen guten Willens gesehen, diskutiert und schließlich ganz praktisch in die Tat umgesetzt wird.
Ich habe weiter die Hoffnung, dass "Wir weigern uns Feinde zu sein" einen wichtigen Beitrag zum Frieden, zur Verständigung und zur Zukunft für die beiden Völker leisten kann.
Ich hoffe weiter, dass dieser Film sein Gewicht behalten wird, wie der Stein am Eingang des Hügels mit dem Weinberg von Daoud Nassar / Tent of Nations in der Nähe von Bethlehem, auf den dieser Frieden stiftende und Hoffnung für die Zukunft machende Satz geschrieben worden ist.
Bitte lesen Sie weiter und schauen Sie sich - falls Sie noch keine Gelegenheit hatten, den Film im Kino zu sehen - diesen hier an, ebenso das hervorragende Gespräch mit den beiden Autoren Stefanie Landgraf und Johannes Gulde
 
Mit herzlichem Dank und vielen Grüssen
P. Rainer Fielenbach 

Joint Petition of six NGOs
(New Profile, Amnesty International, Connection e.V., War Resisters' International, Yesh Gvul, Gush Shalom)
Kriegsdienstverweigerer Natan Blanc muss unverzüglich und bedingungslos aus seiner 10. Haft freigelassen werden!

Englisch If you Care about Israel, Silence is no Longer an Option! A Call for Action from Israel
Wenn Ihr Euch Sorgen um Israel macht, dann dürft ihr nicht länger schweigen! Ein Aufruf aus Israel an Juden in aller Welt
Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. Antwort auf den „Aufruf aus Israel“

Am Dienstag, den 16. April 2013 will die Sozialdemokratische Partei Deutschland Israel ein Geschenk zum 65. Gründungstag machen und ruft daher bereits seit einigen Monaten dazu auf, für einen „Wald der SPD“ zu spenden. Das Geld dieser „Sozialaktion“ bekommt der Jüdische Nationalfonds (JNF).

Englisch ACT! Tell German social democrats no to JNF support

Warum man die petition gegen die Unterstützung des Jüdischen Nationalfonds durch die SPD unterschreibt:
  • Von Eckhard Lenner GRäFELFING, DEUTSCHLAND
    ... Weil ich die Gedankenlosigkeit (oder ist es doch eher Ignoranz oder Opportunismus?) der SPD-Führung deprimierend finde. Wie kann eine demokratische Partei mit dieser alles in allem doch ehrenhaften Geschichte sich zum Handlanger eines nationalistischen und rassistischen Unterdrückungsregimes machen, das die Rechte seiner eigenen Bürger brutal missachtet, nur weil diese einer anderen ethnischen Gruppe angehören?

  • Von Luciano Falcone, DEUTSCHLAND
    Mit der Unterstützung des Jüdischen Nationalfonds durch die SPD wurde mir nunmehr die Entscheidung leicht gemacht, eine Partei wie die SPD keinesfalls zu wählen.

Weitere Informationen zur Politik des JNF findet ihr hier:

Gadi Algazi am 15. Februar 2013 in Berlin:
Kann Kolonisation grün sein? Der Jüdische Nationalfonds (JNF/KKL) in Israel / Palästina 


Gadi Algazi am 29. Oktober 2011 in Berlin:
Zerstörung und Enteignung von Israels Beduinen: Der Fall Al-‘Araqib
Betreff:   Update zur Petition „Keine Unterstützung des Jüdischen Nationalfonds durch die SPD!" auf Change.org
Von:   "BDS Berlin" <mail@change.org>
Datum:   Do, 18.04.2013, 18:21

An alle Unterzeichner_innen,

die Petition „Keine Unterstützung des Jüdischen Nationalfonds durch die SPD“ war ein voller Erfolg. Über 1000 Personen, Gruppen und Organisationen haben sie in einem Zeitraum von knapp 3 Wochen unterschrieben und damit zum Ausdruck gebracht, dass wir die Unterstützung des JNF durch die SPD ablehnen.
Vielen Dank an dieser Stelle an alle Unterzeichner_innen!

Das angestrebte Ziel der Verantwortlichen in der SPD scheint nicht erreicht worden zu sein. Die Hoffnung, dass „wir SozialdemokratInnen“ mehr können, die Andrea Nahles und Christian Lange in dem Flyer „Helfen Sie uns, Israel zu begrünen“  ausdrückten, scheint sich nicht erfüllt zu haben.

Uns ist nicht bekannt, ob die Verantwortlichen der SPD Israel bzw. dem JNF ein Geburtstaggeschenk übergeben haben. Was wir jedoch sagen können ist, dass die Spendenbereitschaft für den „Wald der SPD“ mit den angestrebten 5000 Bäumen zum 65. Geburtstag des Staates Israel nicht ausreichte.

Der 16. April ist jetzt vorbei und wir beenden somit die Petition.

Durch den Bezug zum internationalen Aktionstag am 30. März, dem Tag des Bodens, an dem die Petition gestartet wurde, haben wir uns in die internationale Kampagne gegen den JNF gestellt. Nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern nimmt die Ablehnung gegen die Politik des JNF zu. So wurde z.B. in England an diesem Tag eine offizielle Beschwerde eingereicht, die eine Aberkennung der Gemeinnützigkeit des JNF verlangt.

Mit solidarischen Grüßen
BDS Berlin

Webseiten:
JNF Machenschaften 

Stop the JNF campaign auch mit deutschsprachigen Informationen

Palästinakomitee Stuttgart 
Englisch  Stop the JNF campaign
Negev Coexistence Forum for Civil Equality ,   
besonders die Seite zum Wald der SPD  und
Tarabut der arabisch-jüdischen Bewegung für sozialen und politischen Wandel

EAPPI (Ökumenisches Begleitprogramm des Weltrates der Kirchen in Genf) 28.3.2013
Dringender Appell
Schulkinder in Hebron festgenommen und teilweise inhaftiert
Werden Sie aktiv!

Am Mittwoch, dem 20. März 2013 erschienen um 7.30 Uhr 22 israelische Soldaten in der Hebron Public Elementary School und zwangen die Schulkinder, zum Checkpoint 29 zu gehen und dann in Militärfahrzeuge einzusteigen. Insgesamt nahmen sie während dieses Vorfalles 27 Kinder im Alter von 7 – 15 mit. Zwei der Kinder wurden kurz nach der Festnahme am Straßenrand ausgelassen. Die übrigen 25 Kinder wurden zur Polizeistation nahe der Ibrahim Moschee gebracht; dort wurden sie fotografiert und ihnen Fingerabdrücke abgenommen.
Lehrer aus der Schule gingen zur Polizeistation, durften sie aber nicht betreten.Um 14 Uhr entließen die Soldaten die 8 jüngsten Kinder, hielten aber die anderen 17 weiterhin fest; diese waren im Alter von 13 bis 15. Nachdem die Kinder auf der Polizeistation verhört worden waren, transportierten die Soldaten die 17 Kinder zu den Militärbasen Jabarah und Junaid, wo sie weiter ausgefragt wurden. Ausführliches
Video
Leserbriefe


IKEA weigert sich  in Israel, an Palästinenser in der Westbank zu liefern, während es Siedlern liefert.
IKEA behauptet öffentlich, sein israelisches Geschäft beliefert jeden, egal welcher Ethnie, Religion oder Nationalität er angehört. Aber neue Beweise belegen, dass Ikeas Behauptung falsch ist.  
Don't buy into occupation!
Send Letters to IKEA

Ein letzter Versuch,  die Weltöffentlichkeit um Unterstützung und Solidarität zu bitten  

In der nächsten Woche soll vor dem Obersten Gerichtshof in Israel die Entscheidung über den Mauerverlauf im Tal von Cremisan fallen. Durch den bisher geplanten Mauerverlauf würde Cremisan mit dem Konvent Salesianerinnen und das Salesianerkloster von Bethlehem/Beit Jala abgetrennt und nach Jerusalem hin enteignet werden. 58 Familien werden ihr Land mit Weinstöcken und Olivenbäumen  verlieren. Für über 450 SchülerInnen der Salesianerinnen-Schule wird der Zugang zur Schule nicht mehr möglich oder zumindest nur sehr schwer erreichbar sein, abhängig von israelischen Soldaten, die durchlassen oder zurückschicken!

Aus diesem Anlass findet am Freitag, den 08.02.2013, Nachmittag  nach der seit Jahren im Aussengelände des Klosters gefeierten Freitags-Messe eine grosse Pressekonferenz statt. Gottesdienst und Pressekonferenz wollen ein letzter Versuch sein, ein deutliches Zeichen an das oberste israelische Gericht zu senden und die Weltöffentlichkeit um Unterstützung und Solidarität zu bitten.

 

Aus diesem aktuellen Anlass die Bitte der Christen Bethlehems, die Petition der katholischen Menschenrechtsgruppe von Sankt Yves in Jerusalem mit Ihrem Namen und Eintrag zu unterstützen. Nur wenn die Welt und wir hinschauen und Protest anmelden, besteht vielleicht die Möglichkeit, für die Menschen in Cremisan etwas zu erreichen und den Verlauf der Mauer zu ändern.

 

Mit Ihrer Unterschrift auf der Petition protestieren Sie gegen den Landraub durch Israel im Seitental Cremisan von Bethlehem. Vielen ist inzwischen der Wein der Salesianer  bestens bekannt. Das gesamte Tal, gehörig zu Bethlehem, soll durch die Mauer von Beit Jala abgetrennt werden. Die Vorbereitungen für die Mauer sind bereits zum größten Teil fertiggestellt.

 

Oberhalb des Klosters am nördlichen Dorfrand von Al Walajeh mit 1.800 Einwohnern ist die Mauer bereits seit zwei Jahren fertiggestelllt. Das Dorf Al Walajeh selbst wird in kurzer Zeit komplett von einer Mauer/ Elektro-Sicherheitszaun umgeben sein mit einem einzigen Ausgang nach Bethlehem, der wiederum von israelischem Militär kontrolliert wird, bzw. werden kann.

 

Bitte unterstützen Sie durch Ihre Unterzeichnung der Petition das Engagment des katholischen Zentrums für Menscherechte von Sankt Yves in Jerusalem, das seit Jahren für eine Verlegung der Mauer und den Erhalt des Tales von Cremisan auf der Seite von Bethlehem kämpft.Vielen Dank!

Um die völkerrechtswidrigen Handlungen Israels zu beenden, unterstützen Sie die Petition „Brücken statt Mauern“ der katholischen Menschenrechtsorganisation St.Yves.

 Hierzu Videotipps
  • Presseerklärung zu Cremisan, Aufruf zur konsequenten Einhaltung des Völkerrechts - Lebensgrundlage der Menschen bei Beit Jala/Bethlehem durch Verlauf der israelischen Sperranlage bedroht 
  • Dieser sehr gute Film ist leider teilweise in italienischer Sprache.  This video was realized last July, 2012 by Popolis staff in support of Palestine people living in Cremisan Valley. Society of St. Yves and Salesian sisters joined an appeal against the wall the Israeli forces have in project to build to separate the convent from the Beit Jala community and grab Palestininan land. The last hearing is scheduled on Febbruary, 12. The video is spoken part in English and part in Italian.
  • The establishment and enlargement of illegal Israeli settlements surrounding Bethlehem has been threatening the Palestinian communities of Beit Jala and neighbouring villages. A rare green area historically used by Palestinians for agriculture and open-air recreational activities risks to disappear. In protest to land confiscation and the construction of the apartheid wall, an outdoor mass id held in the Cremisan Valley every Friday. This nonviolent initiative aiming to achieve peace and justice goes far beyond any religious or political affiliation. Video 
  • Al-Walaja Village and the Seperation Wall (27/8/2011). Video
  • Beispiel für einen der jede Woche am Freitag stattfindenden Proteste in Creminsan/Al Walajeh gegen den Landraub und Mauerbau. Video
  • The residents of Cremisan valley situated in the Bethlehem District of Beit Jala are building popular resistance against Israel's decision to confiscate large areas of their land. Israeli forces have issued an order confiscating 37,000 square meters of private land near the Cremisan monastery. This area has been heavily targeted by the Israeli forces as they have demolished several structures, destroyed electricity poles and closed agricultural roads. Local Christians supported by Muslims are now attending a weekly demonstration and holding a church service where the Israeli wall is now being built which will isolate the community from east Jerusalem-al-Quds. Video
Pater Rainer schreibt uns:
Bevor ich ins morgen (Samstag, den 27.04.13) ins Heilige Land mit einer Pilgergruppe fliege, hier noch aktuell ein paar Infos:
Heute ist die Entscheidung zu Cremisan gefallen. Die Mauer wird wie vorgesehen gebaut. Damit wurden alle Proteste aus Bethlehem und der Welt und der Kirchen ignoriert. Israel macht, was es will, bis in seine Gerichtsbarkeit. Unsere Pilgergruppe wird voraussichtlich am nächsten Freitag, den 03.05.13, nachmittag mit der Gemeinde von Beit Jala den wöchentlichen Gottesdienst in den Olivenbäumen von Cremisan mitfeiern. Siehe Artikel in der Anlage

Israelhilfe der US-Regierung
  • Radio Vatikan v. 18.10.12  Streit um Israelhilfe der US-Regierung. Aus Protest gegen die Israelkritik protestantischer Kirchen haben mehrere jüdische Organisationen ein nationales christlich-jüdisches Dialogtreffen in den USA abgesagt.
  • Frankfurter Neue Presse v. 18.10.12 Jüdische US-Verbände sagen Treffen mit Kirchen ab.  Die Kritik protestantischer US-Kirchen an der Israelpolitik hat zu einem Eklat geführt. Jüdische Organisationen haben aus Protest ein nationales christlich-jüdisches Treffen abgesagt.
Rabbi Brant Rosen, Jewish Voice for Peace:
Please stand with me in support of the Christian leaders who understand that unconditional military aid to Israel is a key obstacle to a lasting and just peace.
Sign the Petition
Von Institut für Palästinakunde e.V. Bonn
Kooperation mit dem 'Jüdischen Nationalfonds' stoppen.
Stop the cooperation with the 'Jewish National Fund'


Petition wird versendet an:
  • Oberbürgermeister der Stadt Bonn
  • Die Organisatoren der 'Interkulturellen Woche' in Bonn
  • Organisatoren der 'Interkulturellen Woche' in Bonn
  • Presseamt der Stadt Bonn
Näheres

pax christi-Nahostkommission fordert das Auswärtige Amt auf, die palästinensische Menschenrechtsorganisation „Stop the Wall“ zu schützen.  Zum Bericht

Aktion  „Besatzung schmeckt bitter“ 
pax christi fordert eindeutige Kennzeichnung der Waren aus israelischen Siedlungen. Angesichts der derzeitigen unklaren Deklarierung empfiehlt die Nahostkommission Kaufverzicht.  

Die pax christi-Nahostkommission startet eine bundesweite Aktion für die Kennzeichnung von Waren aus den völkerrechtswidrigen israelischen Siedlungen auf besetztem palästinensischem Gebiet. Mit farbig bedruckten Papiertüten macht sie Verbraucher/innen darauf aufmerksam, dass Obst und Gemüse mit der Ursprungsangabe „Israel“ vielfach aus völkerrechtswidrigen Siedlungen stammen, und fordert sie dazu auf, sich für eine eindeutige Kennzeichnungspflicht einzusetzen.

„In Großbritannien besteht längst Kennzeichnungspflicht: Waren aus völkerrechtswidrigen Siedlungen werden dort seit einigen Jahren eindeutig deklariert“, informiert Kommissionssprecher Dr. Manfred Budzinski und betont: „Das stillschweigende Hinnehmen von Völkerrechtsbruch kommt uns nicht länger in die Tüte. Angesichts der derzeitigen unklaren Kennzeichnung empfehlen wir Kaufverzicht, wenn die Waren aus Siedlungen stammen können. Denn Besatzung schmeckt bitter.“ Die pax christi-Kommission lädt ein, sich über das bundesweite Verbraucherportal www.lebensmittelklarheit.de für eine klare Kennzeichnung dieser Waren einzusetzen und bis zur Umsetzung der Kennzeichnungspflicht auf Produkte mit der unklaren Ursprungsangabe „Israel“ zu verzichten, weil es sich dabei um Siedlungsprodukte handeln könnte.
 

Der Europäische Gerichtshof hat 2010 geurteilt, dass Siedlungen nicht zum Staatsgebiet Israels zählen. Auch die Bundesregierung erklärt unmissverständlich, dass sie Israels Siedlungen für völkerrechtswidrig hält und unterscheidet strikt zwischen dem Gebiet des Staates Israel und den besetzten Gebieten. Schon seit 2005 sind israelische Unternehmen verpflichtet, bei Exporten in die Europäische Union Zusatzangaben zu machen, anhand derer die hiesigen Zollbehörden Siedlungsprodukte erkennen können. Die Verbraucher/innen werden hingegen im Unklaren gelassen. Im Rahmen der Aktion „Besatzung schmeckt bitter“ können Verbraucher/innen nun deutlich machen, dass ihnen die stillschweigende Hinnahme von Völkerrechtsbruch nicht länger „in die Tüte kommt.“ Die pax-christi-Nahostkommission ruft dazu auf, im Dialog mit Einzelhändlern, Handelsketten, Verbraucherzentralen und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) die Korrektur der irreführenden Kennzeichnung von Siedlungsprodukten zu fordern.

Israelische Siedlungen in der Westbank und in Ostjerusalem sind ein Haupthindernis auf dem Weg zu einem gerechten Frieden in Nahost. Firmen haben die Wahl, wo sie investieren und produzieren wollen. Bislang ist es für sie profitabel, sich für Standorte in völkerrechtswidrigen Siedlungen zu entscheiden, zumal sie dafür staatliche Vergünstigungen erhalten. Für diese Firmen hat ihre Beteiligung an einer Völkerrechtsverletzung keine praktischen Konsequenzen. An diesem Punkt können kritische Konsumenten/innen ansetzen und ihre Kaufentscheidung im Sinne eines gerechten Friedens in Palästina und Israel treffen.


Der Aktion „Besatzung schmeckt bitter“ geht es um die Achtung geltender Menschen- und Völkerrechtsstandards. Wer im Laden vor Waren steht, die möglicherweise aus den völkerrechtswidrigen Siedlungen kommen, ohne dass dies kenntlich wäre, hat die Wahl, diese Produkte zu kaufen oder auf ihren Kauf zu verzichten. Der Verzicht auf den Kauf von Siedlungsprodukten ist für uns eine Form von kritischem Konsum: Es geht uns darum, die individuelle Kaufentscheidung im Einklang mit geltenden Menschen- und Völkerrechtsstandards zu treffen.

Die Aktion „Besatzung schmeckt bitter“ wird über pax christi hinaus unterstützt von Prof. Dr. Andreas Buro (Friedenspolitischer Sprecher des Komitees für Grundrechte und Demokratie), Prof. Dr. Ulrich Duchrow (Professor für systematische Theologie, Universität Heidelberg), Iris Hefets (Kritische Juden und Israelis), Shir Hever (Wirtschaftswissenschaftler, Alternative Information Center/Jerusalem), Matthias Jochheim (Vorsitzender IPPNW Deutschland), Dr. Rupert Neudeck (Vorsitzender Grünhelme e.V., Gründer von Cap Anamur), Prof. Dr. Fanny-Michaela Reisin (Präsidentin der Internationalen Liga für Menschenrechte, deutsche Sektion), Dr. Albrecht Schröter (Oberbürgermeister in Jena) und Prof. Dr. Rolf Verleger (Mitglied im Direktorium des Zentralrats der Juden in Deutschland 2006-2009).


Alle Materialien zur Obsttüten-Aktion „Besatzung schmeckt bitter“ können kostenlos bestellt werden unter:
pax christi, Hedwigskirchgasse 3
10117 Berlin
sekretariat@paxchristi.de.
Download der Materialsammlung „Keine Waren aus israelischen Siedlungen in den Einkaufskorb: Konsequenzen aus den Urteilen des EuGH und IGH (pax christi Impulse 22)“ und weitere Informationen unter www.paxchristi.de.

Ansprechpartnerin bei pax christi für die Medien:
Christine Hoffmann
Telefon: 030-20076780
sekretariat@paxchristi.de
www.paxchristi.de

Infoblatt

Aktion von Pax Christi:    Obsttüten-Aktion "Besatzung schmeckt bitter"
Keine Waren aus israelischen Siedlungen in den Einkaufskorb
"Unwissentlich Produkte aus Siedlungen zu kaufen, heißt unwissentlich dazu beizutragen, dass sich rechtswidrige Besatzungsmaßnahmen auszahlen."

Staatsbesuch in Israel
Offener Brief  von Frau Evelyn Hecht-Galinski* an den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland
Frau Evelyn Hecht-Galinski bittet unseren Bundespräsidenten Herrn Joachim Gauck, bei seinem anstehenden Staatsbesuch in Israel, sich für Frieden und Freiheit auch der Menschen Palästinas auszusprechen. Klare und deutliche Worte der Wahrheit, denn Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden kann nicht durch Verschweigen von Unrecht erreicht werden. Das lehrt uns die Geschichte zweier Diktaturen auf deutschem Boden. Wahrheit ist unsere Pfllicht.
* Evelyn Hecht-Galinski ist die Tochter des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski.

Der Oberste Gerichtshof Israel hat die Haftentlastung der hungerstreikenden Palästinenser abgelehnt. Den Brief der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung e. V. an Außenminister Guido Westerwelle finden Sie hier
Stop Uprooting Palestinian Trees Online petition against the distruction of 1400 olive trees in Deir Istiya

Please forwad and Publish

Dear all,
The Israeli Army plans to force farmers from Deir Istiya, a village in the northern West Bank, to uproot 1400 olive trees in Wadi Qana by the first of may. The village, together with international and Israeli supporters, will resist and open up a protest camp in the olive goves.

It is to expected that the Israeli army will respond with the usual excessive force to quell the resistance and enforce the uprooting of the trees. The village needs all the outside support it can get.


 The International Women's Peace Service IWPS, who are based in the village of Deir Istiya, set up a online petition to write to the relevant Israeli politicians in protest:
http://www.change.org/petitions/stop-uprooting-palestinian-trees

Please keep informed in the following days and help us reach out to the media and a wider public:
http://iwps.info/
http://palsolidarity.org/

Contacts in the village:

International Women's Peace Service 00972-9 251-4644; 00972-597317193
Rezeq Abu Nasser (Farmer): 00972-599116416
Nazmi Salman (Mayor of Deir Istiya): 00972-599788273

Onlinepetition gegen die Zerstörung von Regenwasserzisternen in der Westbank
Im Zuge des Word Water Days am  22. März 2012 wird die Society of St. Yves, Catholic Center for Human Rights, mit verschiedenen lokalen Partnerorganisationen vor dem israelischen obersten Gerichtshofes gegen die rapide Zunahme an Zerstörungen von Regenwasserzisternen in Area C der Westbank demonstrieren (mehr Informationen).

Der Protest wird von einer Onlinepetition begleitet, die an die Richter des Obersten Gerichtshofes übergeben werden soll.

Die Zerstörung von Regenwasserzisternen ist nach internationalem Recht illegal. Auf Druck von verschiedenen Siedlerorganisationen hat die Generalstaatsanwaltschaft angekündigt, bis Anfang August 2012 auf alle schwebenden Verfahren zu reagieren: damit werden in den nächsten Monaten Präzedenzentscheidungen anstehen, die schickalsgebend für ganze Dörfer sind. Diese sind nämlich wegen der ausbleibenden Infrastrukturmaßnahmen durch das israelische Militär, das für diese Aufgaben in Area C zuständig ist, abhängig von Regenwasserzisternen, wenn sie ihr Land weiter bearbeiten wollen. Demnach gelten die zunehmenden Zerstörungen von Zisternen – von 2010 bis 2011 ist ein 50% Zuwachs zu verzeichnen – nicht der Struktur an sich, sondern zielen auf eine systematische Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung, denn ohne Wasser, kein Leben.
Deswegen möchte die Society of St. Yve den israelischen Obersten Gerichtshof an seine Pflicht als Wächter des Gesetzes erinnern: Israel unterliegt wie jeder andere Staat internationalem Recht und Wasser ist seit 2010 ein Menschenrecht!


Palästinensisches Kind von einem israelischen Soldat bedrohtSPD-Chef kritisiert israelische Siedlungspolitik

Deutscher Koordinationskreis Palästina Israel, KoPI

KoPI dankt Sigmar Gabriel für seine klaren Worte zur Lage der Palästinenser in Hebron. Kritik an israelischer Siedlungspolitik ist kein Antisemitismus. Erklärung, 20.03.2012

Der Israelit v. 18.03.12:  Genosse Sigmar, "mehr Mut wagen!"

SZ v. 15.03.12:  Äußerungen des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel zur israelischen Siedlungspolitik schlagen zumindest im Netz hohe Wellen.

Focus v. 15.03.12: In Hebron leben rund 200 000 Palästinenser und mehr als 500 radikalisierte jüdische Siedler. Um die Sicherheit dieser Gruppe zu gewährleisten, hat Israel die Kontrolle über einen Teil des Stadtgebietes. Im Zentrum leben zehntausende Palästinenser unter ständiger Besatzung, ihre Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt.


Brief an Sigmar Gabriel von Chr. St. am 15.03.12
Adressat
Werter Herr Gabriel,

als Friedensengagierter in Nahost möchte ich Ihnen den Rücken stärken für Ihre mutige Äußerung nach dem Besuch in Hebron. Knicken Sie nicht ein vor denen, die die Wahrheit in Nahost leugnen. Ihr Zeugnis beruht auf eigener Wahrnehmung!

Die Literaturfülle, die Ihre Aussage stützt, ist erdrückend:
  • Le Monde Diplomatique, Januar 2012: "Kafka im Westjordanland"
  • Zertal/Eldar, "Die Herren des Landes". Israel und die Siedlerbewegung seit 1967, DVA 2007
  • Ilan Pappe, Die ethnische Säuberung Palästinas, Verlag 2001, München 2007
  • Hecht-Galinsky, "Das 11. Gebot: Israel darf alles", Palmyra-Verlag, 2012
um nur einige zu nennen.  Das Drama: Vor allem die deutsche politische Elite liest und informiert sich nicht mehr! So sitzt man leicht jeder Propaganda auf, vor allem, wenn sie aus der zionistischen Ecke kommt.

Die Lehre aus der Shoa ist nur eine: Als Deutsche dürfen wir nie wieder schweigen zu Verletzungen von Völkerrecht und Menschenrechten. Wir haben einmal in unserer Geschichte geschwiegen. Und diese Rechte sind unteilbar, sie gelten auch für die Opfer der einstigen Opfer - die Palästinenser. Man könnte versucht sein, die SPD wieder zu wählen! Hut ab vor Ihrem Mut. Beweisen Sie Rückgrat trotz der Anwürfe, denen Sie jetzt ausgesetzt sein werden.

Solidarische Grüße eines Ex-Genossen,

Chr. St.
Siehe auch Kommentar aus Sigmar Gabriels facebook

Russell-Tribunal wirft Israel Apartheid gegenüber den Palästinensern vor Agencia EFE
In einem Komuniquee teilte das Russel-Tribunal für Palästina, ein von Gruppen aus der Zivilgesellschaft gebildetes Forum, das an diesem Wochenende in Kapstadt (Südafrika) stattfand, heute mit, es sei zu dem Schluss gelangt, Israel unterwerfe die Palästinenser einem Apartheidsregime.  "Das Tribunal ist zu dem Schluss gelangt, dass der Staat Israel die palästinensische Bevölkerung einem institutionalisierten Regime der Beherrschung unterwirft, das nach dem Völkerrecht der Definition von Apartheid entspricht", erklärte das Russel-Tribunal in einem Komuniquee nach der Pressekonferenz, die heute in Kapstadt stattfand.

Nach dem Tribunal, das rechtlich keine Machtbefugnis besitzt, wendet Israel gegenüber der gesamten palästinensischen Bevölkerung eine Politik der Rassentrennung an, sowohl gegenüber den im Gebiet des Staates Israel als auch in den besetzten Gebieten und in den Flüchtlingslagern lebenden (Palästinensern). "Der Staat Israel ist rechtlich verpflichtet, das Verbot der Apartheid zu respektieren, zumal es universell verboten ist und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt", fügte die Organisation hinzu. Das Wort "Apartheid" bezeichnet eine Politik der Rassentrennung, wie sie bis 1994 eine weiße Minderheit über die schwarze Bevölkerung des Landes ausübte. "Die von Israel begangenen Delikte wie Tötungen in großem Umfang, willkürliche Verhaftungen, Folter und systematische Verletzungen der Menschenrechte der Palästinenser werden im Völkerrecht als Apartheids-Verbrechen definiert", erklärt das Tribunal.Wegen all dessen appellierten die Mitglieder des Forums an den Mittelmeerstaat, diese Politik zu beenden und die Palästinenser für die (von Israel) zu der Zeit verursachten materiellen und immateriellen Schäden zu entschädigen, in der sie (die Palästinenser) Staaten und internationale Organisationen "um Kooperation baten, um die israelischen Verletzungen des internationalen Strafrechts zu beenden".

Das Russel-Tribunal für Palästina, das sich regelmäßig in bestimmten Städten trifft, wurde 2010 gegründet, um die mutmaßlichen Verbrechen Israels gegen das palästinensische Volk aufzuzeigen und zu verurteilen. Die Mitglieder des Tribunals, die an der Sitzung in Kapstadt teilgenommen haben, sind Stephane Hessel, Ronald Kasrils, Jose Antonio Martin Pallin, Cynthia McKinney, Mairead Corrigan Maguire, Michael Mansfield, Yasmin Sooka, Aminata Traore und Alice Walker.... Im Laufe von vierzig Jahren wirkte die Russel-Stiftung als Gewissenstribunal bei Verletzungen des Völkerrechts. Zu seinem Komitee zur internationalen Unterstützung zählen aktuell Persönlichkeiten wie Butros-Ghali, Noam Chomsky, Ken Loach und Eduardo Galeano.  Aus dem Spanischen übersetzt und leicht gekürzt: K. Nebauer
Quelle: Palestina Libre


Russell Tribunal zu Palästina fordert Druck auf israelische Regierung
.... Danach erfüllt die Behandlung der palästinensischen Bevölkerung durch den israelischen Staat den Tatbestand des Verbrechens der Apartheid gemäß Artikel 2 der UN-Anti-Apartheid-Konvention und Art. 7 Absatz 2 h des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs....
Englisch Don’t Collaborate with Apartheid! A call from Palestinian civil society on European universities, academics, students and people of conscience.

Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel
Geschrieben von Abraham Melzer,  Vorstand der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost
Das öffentliche Schweigen über Palästina
Sehr geehrte Damen und Herren,

wie schlimm muss es in Nahost noch werden, bevor unsere Medien es für wichtig genug halten, darüber zu berichten? 
Diese Frage drängt sich uns auf, wenn wir z.B. die aktuellen Sendungen des DLF, einer unserer wichtigsten Informationsquelle, hören. 
Seit Tagen ist Palästina dort (von einigen Ausnahmen abgesehen) praktisch nicht-existent, während sich doch vor Ort (und in unserer Politik) schlimme Dinge abspielen..
Beispiele:
  • Vom Hungerstreik palästinensischer Gefangener in israelischer Haft (über 6000 Gefangene, von denen einige schon seit über 25 Jahren inhaftiert sind!) war bislang in deutschen Medien fast nichts zu lesen/hören/sehen. Und das, obwohl die Situation dieser verzweifelten Menschen täglich bedrohlicher wird und obwohl bekannt ist, dass Netanjahu schon vor Wochen gedroht hat, bei einem Versuch der Palästinenser, auf dem Wege über die UNO zu mehr internationaler Anerkennung zu gelangen, würden die Haftbedingungen der in israelischen Haftanstalten festgehaltenen Menschen verschärft. Kein Thema für Nachrichten oder Kommentare?
  • Von den alltäglichen Schikanen und Bedrohungen der Menschen in der Westbank erfährt der Medienkonsument hier in Deutschland hinter dem Rauchschirm der ständigen Schreckensbotschaften aus Syrien und nun wieder aus Ägypten fast nichts, von den andauernden Vernichtungen palästinensischer Lebensgrundlagen, von Gewalt gegen Menschen, von verletzten, ja auch von getöteten Kindern, von Vertreibungen, von Zerstörungen. Erwarten Sie, dass der wache Mitbürger sich aktiv dadurch informiert, dass er im Internet z.B. die Wochenberichte des PCHR Palestinian Center for Human Rights liest oder dass er auf ausländische Medien (BBC, Haaretz, etc.) ausweicht?  Das können Sie nicht wollen! Es kann auch nicht sein, dass Sie nur berichten, wenn es Grausamkeiten und Tote gab: der Drohnenmord an einem palästinensischen Kind im August war auch nicht zu finden in den Medien.
  • Vom Verhalten unserer Politik in internationalen Gremien wird auch kaum berichtet: das Abstimmungsverhalten Deutschlands beim Antrag der Palästinenser auf Mitgliedschaft in der UNESCO, wobei unsere Vertreter in der vergangenen Woche gemeinsam mit Rumänien, Lettland und den USA die einzigen Gegenstimmen abgaben, blieb dem Hörer des DLF und wohl auch sonst den meisten Medien-„Kunden“ verborgen.
  • Und dass über so wichtige Veranstaltungen, wie die Podiumsdiskussion beim DBB in Berlin am vergangenen Donnerstag, bei der so wichtige Menschen wie Dr. Christoph Heusgen, außen- und sicherheitspolitischer Berater der Bundeskanzlerin, Jean Asselborn, Außenminister, Großherzogtum Luxemburg, Dr. Frank Walter Steinmeier, SPD-Fraktionsvorsitzender im Dt. Bundestag,  Elmar Brok, MdEP,  Salah Abdel Shafi, Generaldelegierter Palästinas in Berlin, Dr. Sylke Tempel, Chefredakteurin, Internationale Politik,  Dr. Tono Eitel, dt. UNO-Botschafter a.D. unter der Moderation von Manfred Erdenberger ziemlich einhellig dafür sprachen, den Status Palästinas aufzuwerten, überhaupt nicht berichtet wird, ist zutiefst irritierend.
  • Dass aber die telefonische Kritik, die unsere Kanzlerin gegenüber Herrn Netanjahu am 30.9. äußerte, in unseren Mainstreammedien fast ungehört verhallte, macht uns Angst.
Für uns erhebt sich die Frage:  wer bestimmt, was wir erfahren sollen? Nach welchen Kriterien sortieren Sie die Meldungen?
Oder haben wir nur nicht genau genug hingeschaut und hingehört?
Ihre
Renate und Frank Dörfel
Breisgauer Str. 7    
14129 Berlin   
030-80582724
www.palaestina-heute.de
P.S.  Adressatenkreis -- bitte fühlen Sie sich frei, das Schreiben auch noch an andere Menschen weiterzuschicken!
Ferner werden wir diese Mail einer Reihe von Menschen zusenden, von denen wir wissen, dass sie an der Situation in Nahost und auch an der Reaktion unserer Politik und unserer Medien brennend interessiert sind.
R. und F. Dörfel

Eine legale, politische und öffentliche Aktion soll die Straflosigkeit Israels beenden
"
... Wenn Israel nicht gestoppt wird, werden die Entführungen, Gefangennahmen, Zerstörungen (von Häusern, Ortschaften, Olivenhainen usw. A.d.Ü.), Verstümmelungen und Morde an Palästinensern weiter gehen und wird eine ähnliche Gewalt gegen die eingesetzt werden, die sich dieser Politik widersetzen. Voller Stolz haben die israelischen Politiker angekündigt, auf zukünftigen Schiffsflotten (nach Gaza) Scharfschützen und scharfe Hunde einzusetzen. Diese Drohungen bringen uns von unserem Entschluss nicht ab; die Flotille wächst weiter..."

Salam Shalom Arbeitskreis Palästina-Israel e.V. setzt sich für einen gerechten Frieden für die Menschen im Nahen Osten ein.