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Gerechtigkeit ist der Weg zum Frieden

Leserbriefe

Von Pater Rainer Fielenbach
Wer nach Bethlehem gehen will, kommt nicht an der Mauer vorbei. Er muss durch sie hindurchgehen. Wer nach Bethlehem gehen will, muss Hindernisse überwinden. Bethlehem ist nicht einfach zu bekommen.
 Das spürt und erfährt jeder, der die Stimmung unserer “Stillen Nacht” verlässt und aufgibt und sich auf den Weg macht in Richtung des realen Bethlehem. Dieses Bethlehem von heute hat trotz aller Verkündigung von Engel und den Besuch der Hirten und Weisen an der Krippe kaum noch echte Hoffnung. Dieses Bethlehem von heute wird, wie Pfr. Mitri Raheb heute schreibt, “zubetoniert” von Siedlungen, von Betonmauern auf dem Boden und von Mauern in den Köpfen jüdischer Politiker und fanatischer Siedler.
Wer zum wahren Bethlehem gehen will, kommt nur zur Krippe, wenn er die Menschen nicht rechts und links liegen lässt, die wie das wehrlose Kind Hilfe brauchen, Zuwendung, Wahrnehmung ihrer Situation und Solidarität.
Dafür möchte ich allen danken, die die Situation im Heiligen Land im vergangenen Jahr mit Interesse und Unterstützung begleitet haben.
Weihnachten hat Konsquenzen oder wir haben es gründlich mißverstanden.
So wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest, verbunden mit der Bitte, auch im Neuen Jahr die Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten und der arabischen Welt nicht aufzugeben, sondern das Ihnen Mögliche zu tun.
Aus Straubing grüßt Sie herzlich
P. Rainer Fielenbach.

Von : K. N.
Zur Geburt Jesu zu Weihnachten einen Blog vom Juli:
Gebären am Checkpoint:in den letzten sieben Jahren sind mindestens 35 Neugeborene und fünf Frauen verstorben. Jedes Jahr haben etwa 18.000 schwangere Frauen Schwierigkeiten, ein Krankenhaus zu erreichen. Sogar innerhalb der Westbank von einer Enklave zur anderen. Die Hauptursachen für den Tod einer Mutter und häufig des Neugeborenen sind zeitliche Verzögrungen an den Checkpoints. Die erste Verzögrung, wenn die Frau ihr Haus verläßt und Nothilfe braucht; die zweite, zum nächstgelegenen medizinischen Zentrum zu gelangen; die dritte, wenn das medizinische Personal ihr nicht helfen kann, weil die nötige Ausrüstung oder Vorrat (an Medikamenten und medizinischer Ausrüstung) fehlt. 2009 äußerte das Anti-Folter-Komitee, es sei "äußerst besorgt" über die "unnötigen Verzögerungen und die Verweigerung der Einreise" an den israelischen Checkpoints für Personen, die dringend medizinische Hilfe brauchen.
Laut Statistik, dass 10% der Frauen an Checkpoints ihr Kind zur Welt bringt. Möglicherweise ist der Prozentsatz höher, da es kaum Bericht aus entlegenen ländlichen Gegenden gibt. Einzelfälle, die vor das Hochkommissariat für Menschenrechte kamen, zeigen als Folge der Verzögerungen an den Checkpoints unmenschliche Behandlung, großes Leiden und Tod.
Im März 2009 war man in der internationalen Gemeinschaft über T-Shirts israelischer Soldaten entrüstet, die das Bild einer schwangeren Palästinenserin zeigten, auf deren Bauch ein Gewehr zielte; darüber stand: "zwei mit einem Schuss".   
auf http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=36966 gibt es dazu noch ein Video, leider meist in Arabisch ohne Übersetzung.

From: Karin Nebauer
To: basic Supermarkt München, Westenriederstrasse
Sent: Wednesday, December 07, 2011 5:52 PM
Subject: BDS
"Sie haben Granatäpfel aus Israel, Fa. Arava, als türkische gekennzeichnet. Nachdem Sie schon die Strichcodes der Waren verdeckt haben und diese für den Kunden nicht mehr einsehbar sind, halte ich das für eine bewußte Irreführung und Betrug am Kunden.
Wegen der anhaltenden Völkerrechtsverletzungen durch Israel schließen sich immer mehr Menschen dem Boykott israelischer Waren an, bis Israel Besatzung und Kolonisierung der palästinensischen Gebiete beendet.

Leserbrief von Jürgen Jung an die SZ zu den Artikeln von Peter Münch: „Warme Worte unter Feinden“ (vom 25. November, Seite 8) und „Wendiger Westen“ (25. November 2011 Seite 4)

Peter Münch diagnostiziert eine „Janusköpfigkeit“, sprich Widersprüchlichkeit der westlichen Politik gegenüber den Palästinensern und empfiehlt angesichts der zu erwartenden Erfolge der islamisch orientierten Parteien in den aufbrechenden arabischen Staaten „das bewährte Rezept vom Wandel durch Annäherung“, denn Ausgrenzung sei keine Lösung. Recht hat er - insbesondere in Bezug auf die Hamas, die immerhin 2006 in einer eindeutig freien Wahl einen überwältigenden Sieg errang. Ganz entschieden Unrecht hat Peter Münch allerdings mit seiner im Westen ständig kolportierten Formulierung vom „blutigen Putsch“ der Hamas, mit dem sie die Macht im Gazastreifen an sich gerissen habe. Es handelte sich dabei eher um die Übernahme der ihr rechtmäßig zustehenden Regierungsgewalt, die ihr allerdings von der Fatah – unterstützt von Israel und dem Westen - streitig gemacht wurde. Der vielfach ausgezeichnete englische Journalist David Rose hat in einer gründlichen Untersuchung (veröffentlicht in Vanity Fair im April 2008) deutlich gemacht, dass die Hamas dem vor allem von den USA militärisch unterstützten Putschversuch der Fatah zuvorkam und beruft sich dabei u. a. auf den gewiss nicht als Hamas-Apologeten zu bezeichnenden David Wurmser, den Nahost-Berater des damaligen amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney. Seit November 2005 schon war der amerikanische Generalleutnant Keith Dayton für die Vorbereitung und Koordinierung der militärischen Maßnahmen gegen die Hamas in den Nahen Ostern abkommandiert worden.

Dies alles sollte einem seriösen Berichterstatter eines so bedeutenden Blattes wie der SZ eigentlich bekannt sein.

Das übliche Zerrbild der Hamas verhindert leider auch die schlichte Wahrnehmung der Fakten, denn die Hamas hat seit Jahren durch ihre führenden Repräsentanten immer wieder erklärt, dass sie bereit sei zu einem Friedensschluss mit Israel, sofern es sich aus den besetzten Gebieten zurückzieht. Das gleichlautende Angebot der saudischen Friedensinitiative von 2002 – 2007 wurde es wiederholt! -, der sämtliche Mitglieder der Arabischen Liga zustimmten, war übrigens auch schon von der Hamas unterschrieben worden. Aber Israel hat es nicht für nötig befunden, dieses weitgehende Angebot einer umfassenden Normalisierung der Beziehungen mit seinen arabischen Nachbarn näher zu prüfen, sondern ganz im Gegenteil seine völkerrechtswidrige Besiedlung der besetzten Gebiete und die Vertreibung und Enteignung der Palästinenser stur fortgesetzt – ganz im Sinne des ursprünglichen zionistischen Herrschaftsanspruchs: „Ganz Palästina als jüdischer Staat“ (Ben Gurion).

Die Machtbeteiligung der Hamas „als endgültige Absage an den Friedensprozess“ zu bewerten, zeigt nur die - angesichts der entwürdigenden israelischen Politik gegenüber den Palästinensern im Wortsinn gnadenlose - Einseitigkeit der üblichen westlichen Berichterstattung, die einer freien Presse Hohn spricht.

Der „Frieden“, zu dem Israel bereit ist, lässt sich nur als Diktatfrieden bezeichnen, der allenfalls ein verstümmeltes, semi-souveränes Bantustan-Palästina zulässt, aber keinen lebensfähigen Staat, der auch noch die von Israel seit 1947 vertriebenen Flüchtlinge aufnehmen soll.

All diese jedermann zugänglichen Informationen, insbesondere auch über die täglichen Übergriffe der israelischen Armee und der fundamentalistischen Siedler, finden bedauerlicherweise kaum Berücksichtigung in der bei uns üblichen, verzerrten Darstellung des Nahost-Konflikts und seiner Ursachen.


After Haneen Zoabi's testimony at the Russell Tribunal on Palestine held in Cape Town last weekend, she was threatened to have her Israeli citizenship removed. Please find below an open letter by Alice Walker, present in the jury at the Tribunal.

To Whom It May Concern: With Special Attention to The Prime Minister, Attorney General and Speaker of the Knesset in Israel


November 10, 2011

To Whom It May Concern
With Special Attention to:

  1. The Prime-Minister of Israel
  2. The Attorney General of Israel
  3. MK Reuven Rivlin, Speaker of the Knesset


From Alice Walker, American Author and Jurist for the Russell Tribunal, Cape Town, South Africa
November 5-7, 2011.

It is with grave concern for MK Haneen Zoabi that I write to you today.  It is my understanding that Ms. Zoabi is being threatened with the loss of her Israeli citizenship, even though she is an indigenous Arab who has lived in what is now Israel for all of her life.  This does not appear democratic in the least, especially since this punishment is to be meted out for the simple reason that Ms. Zoabi has expressed her human right to oppose oppression and destruction of the Palestinian people by Israel;  and to speak publicly on their – and her own – behalf.  Which she has done previously by joining the Freedom Flotilla to Gaza and more recently by appearing as a witness at the Russell Tribunal on Palestine in Cape Town, South Africa, November 6th, 2011.

It is also appalling that the party- The National Democratic Assembly (BALAD)- that would represent  Arabs living in Israel is banned. In what way is this silencing of over a million Arab citizens in Israel democratic?

The members of the Russell Tribunal on Palestine that met last week in Cape Town, South Africa, heard testimony from many people who oppose Israel’s Apartheid and Persecution against the Palestinian people.  It is chilling: the history of Israel’s brutality against the people whose land constitutes the foundation of the state of Israel.  The over 26,000 house demolitions, the countless assassinations, the  huge number of murders, the theft of water and land, the arrogance and racism that I have personally witnessed on travels through the West Bank.  Not to mention the devastation of Gaza which I also witnessed shortly after the twenty-two days of bombing by Israel in 2008-2009.

I was moved by Ms. Zoabi’s testimony as well as the testimony of other Israelis, both Jewish and Palestinian.

Though it may well go unheard, I ask you to take care in your treatment of Ms. Zoabi and others of the witnesses from Israel.  They are clearly some of your best citizens whose voices will be needed to steer a course for Israel away from its dishonorable course of Apartheid and Persecution of people primarily guilty of being in Israel’s way to becoming a state that denies the rights of others while disingenuously and selfishly seeking to name and control everything for itself.

The world has awakened to what is actually happening, and has happened, in Israel/Palestine and people of the world are no longer mesmerized and held hostage by Israel’s clever defense and mythologizing of its behaviors.  We who were witness to the courage, righteousness and passion of Ms. Zoabi as she testified before the Tribunal recognize her greatness.  It would be to your advantage, if you wish to build a secure nation in which you honor all your citizens, to recognize this also.  She loves her country and her country-people, both Arab and Jew.  This she expressed with so much openness and beauty that many of us on the Tribunal were stunned.  One of the things she said that stayed with us all is that what is of most importance to her is not a one state or a two state “solution” but that everyone, Arab and Jew, have the freedom to fully express who they are: that this might be the democracy suitable to both peoples after such a long and bitter and unequal struggle.

We were privileged to hold this session of the Russell Tribunal is South Africa, home of so much sadness in the past.  Now struggling, imperfectly of course, to affirm it’s belief in a democracy that works for all its people.  We received the supreme blessing of hope from the South Africans joining us at the Tribunal. Black, white, and colored. Their stories were no less horrific than those of the Palestinians testifying: the difference was that theirs are in the past.  And, on their faces, one sees the peace of having won, at least to this point, a chance to work for a country that is just.

For the justice and peace
all humans hunger for,
 Alice Walker

Offener Brief an die israelische Regierung

Nach der  Kidnap-Aktion der Freedom Waves Flotilla hat sich "Anonymous" mit nachstehendem offenem Brief eingeschaltet:  Welche Orgasnisation das ist,  ist bislang unbekannt:

"Greetings government of Israel,

As the world has witnessed today your Navy soldiers boarded the vessels which were en-route to the Gaza Strip, attempting to break the illegal maritime security blockade placed by you to hurt the people of Gaza in the name of counter terrorism.
...
Two Irish-Canadian flotilla ships - Canadian Tahrir (Liberation), and the Irish Saoirse (Freedom) - with 27 passengers from nine countries on board were approaching Gaza in a peaceful and humanitarian mission. They were not inside Israeli territories, and are not carrying any weapons. These boats were captured by your navy exactly at 15:59 Gaza Time; the vessels were about 35 NM outside Gaza, which is INTERNATIONAL WATERS at the time of capture. This is a clear sign of piracy on the high seas. Furthermore, UN resolution 3005 states, that all resources (so also the sea) and natural wealth falls under the control of residents of Gaza.

Your actions are illegal, against democracy, human rights, international, and maritime laws. Justifying war, murder, illegal interception, and pirate-like activities under an illegal cover of defense will not go unnoticed by us or the people of the world.

We do not tolerate this kind of repeated offensive behavior against unarmed civilians. We along with 127 countries recognize Palestine as a state for people of Palestine and such acts by you and your military are acts of war against another sovereign nation.

If you continue blocking humanitarian vessels to Gaza or repeat the dreadful actions of May 31st, 2010 against any Gaza Freedom Flotillas then you will leave us no choice but to strike back. Again and again, until you stop.
We are Anonymous,
We are legion,
We do not forget,
We do not forgive,
Expect us."



Betreff:   Hard to believe...
Von:   "Cecilie Surasky, Jewish Voice for Peace" <info@jewishvoiceforpeace.org>
Datum:   Di, 1.11.2011, 23:16
It's hard to believe. I mean, I've known, we've all known, that the United States' Israel-Palestine policy has always been bad for the world and bad for its own citizens. But it's never been so ridiculously obvious. 

Not until yesterday.

You see, decades-old U.S. legislation meant to punish the Palestinians could very well mean that the United States is about to end its funding for many of the world's most important international bodies including the World Health Organization, the World Intellectual Property Organization-- which manages copyrights and patents, UNICEF, and even the International Atomic Energy Agency, as well as a range of lesser known but critical agencies.

The legislation doesn't even let the president override the bill to protect the national interest.

If you're a U.S. citizen, I want you to write your representatives now to tell them to waive the provision that bars the president from making a decision based on the national interest—and to work towards repeal of the legislation.

If you live outside of the United States, tell the president how foolish it is to withdraw funding from UN bodies that accept the Palestinians as members.


This is how it happened. Yesterday, 107 member nations in UNESCO, the United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, voted to admit Palestine as a member. UNESCO protects world heritage sites and leads global efforts to bring clean water to the poor. They even manage a tsunami early-warning system in the Pacific. 

The U.S. was one of just 14 countries that voted “no” to Palestinian admission.
 
But within hours of the vote, the Obama Administration announced it would stop paying its $80 million in total yearly dues to UNESCO, which amounts to over 20 percent of UNESCO's total budget. Why? Because the vote triggered decades-old U.S. legislation that
requires that the U.S. stop paying any UN body that accepts Palestine as a member—even though official U.S. policy is to support a Palestinian state.   

That has to change.

You see, the Israeli government and its right-wing supporters in the United States don't even want a symbolic recognition of the Palestinian's right to self-determination or participation on the world stage. That's what the law is really about. The Israelis have already announced that they are expediting the construction of even more settlements and withholding life-sustaining tax monies that belong to the Palestinian Authority as punishment for the vote.

But to the rest of the world, this is more than a symbol.

The threat that this will start a cascade as other UN bodies vote to accept Palestine is real. In fact, the Obama Administration already called a meeting with top U.S. companies like Apple and Google who are none too happy with the idea of the U.S. weakening and ceding power in the World Intellectual Property Organization. And that's just the tip of the iceberg.

Remarkably, 107 UNESCO member countries voted in favor of the resolution, despite knowing that the agency could lose over one fifth of the agency’s budget. What UN body will be next?  

Now, the U.S.’s policies on this issue are clearly isolating us further on the world stage. The U.S. is endangering its status at the UN and impoverishing critical global program needs simply because Palestinian admission to UNESCO angered Israel.  
  

Please write your U.S. representatives now. Tell them to waive the portion of the law that bars the president from making funding decisions based on the national interest, and to work towards repeal of the law. 


If you live outside of the United States, send a message to the Obama administration that this policy is harmful for the whole world.

Don't let this go unanswered,

Cecilie Surasky, Deputy Director
Jewish Voice for Peac


Click here to tell Congress to change this punitive law

If you are outside of the U.S., send a message to President Obama here.

Von: Guenter Schenk
Gesendet: Dienstag, 1. November 2011 14:04
An: Guenter Schenk
Betreff: SITE Letter to the ambassador of Palestine to the United Nations, Geneva, conc. Palestine, memberhip of UNESCO
Wichtigkeit: Hoch

Liebe Freunde, liebe Nahostinteressierte,
liebe Kulturschaffende und Journalisten beim Feuilleton,

gross war die Freude bei Euch Allen, ueber die Aufnahme Palaestinas in die universelle UN-Unterorganisation für Kultur, Wissenschaft und Erziehung, UNESCO. Aber, auch darin besteht wohl Uebereinstimmung unter uns: genauso gross war das Entsetzen, die Enttaeuschung, ueber das Abstimmungsverhalten unserer deutschen UNESCO-Delegation, auf Geheiß von Kanzlerin Merkel.

Heute morgen erhielt ich von Hans von Sponeck seinen Brief an den Palästinensischen Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, S.E. Ibrahim Khraishi. Diesen Brief moechte ich Euch hiermit (mit seiner Erlaubnis!) zur Kenntnis geben. Ueber die Veroeffentlichung wuerde ich mich freuen. 

Mit besten Gruessen
Guenter Schenk
**************************************************************************************
To
H.E. Ambassador Ibrahim Khraishi,
Permanent Observer of Palestine to the Office of the United Nations at Geneva
 
Palestine's just acquired membership in UNESCO constitutes a historic and belated recognition of the  Palestinian  right to statehood. As a former UN official, I feel elated but as a German citizen I am ashamed that my Government, yet again, has lacked the courage and self-confidence to seize the moment to join the majority of UN member states in welcoming Palestine to a UN organization that is committed to peace, justice for all and ethics. With all good wishes,
                                            
Hans-C. Graf von Sponeck,
Former UN Assistant Secretary General and UN Humanitarian Coordinator for Iraq
**************************************************************************************
La palestine à l’unesco

Les déclarations/ analyses du jour :

La Palestine devient le 195e Etat membre de l’UNESCO. 107 États ont voté pour, dont la France, le Brésil, la Chine, l’Inde et l’Afrique du Sud, 52 se sont abstenus dont la Grande Bretagne et 17 ont voté contre dont les USA, le Canada et l’Allemagne.

La pression américaine et européenne semble avoir été très forte pour que la Palestine abandonne sa demande d’adhésion ou tout au moins accepte la proposition européenne d’une adhésion partielle. La France a toutefois voté en faveur d’une adhésion complète : « Certes nous aurions préféré que cette question fût posée après le traitement du sujet par l’Assemblée générale à New York. Mais à partir du moment, où elle l’est aujourd’hui, il nous faut prendre nos responsabilités et répondre sur le fond. Et sur le fond la France dit oui, la Palestine a le droit de devenir membre de l’UNESCO, cette organisation dont la vocation est d’œuvrer à la généralisation d’une culture de la paix au sein de la communauté internationale ». Les USA (comme Israël) ont menacé de suspendre leur contribution financière à l’UNESCO (22 % du budget de l’organisation), au titre de deux lois américaines du début des années 1990 qui interdisent le financement d’une agence spécialisée des Nations unies qui accepterait les Palestiniens en tant qu’État membre à part entière, en l’absence d’accord de paix avec Israël.

Au-delà du symbole politique, l’adhésion de la Palestine a notamment comme conséquence le pouvoir de maintenant demander l’inscription de sites historiques palestiniens au patrimoine mondial de l’humanité.

Aurore Faivre
Secrétaire exécutive
Maxime Guimberteau
Chargé de communication

Plateforme des ONG françaises pour la Palestine
14, passage Dubail
75010 Paris
01 40 36 41 46

contact@plateforme-palestine.org   
www.plateforme-palestine.org
Membres
  • AFPS – ASSOCIATION FRANCE PALESTINE SOLIDARITE
  • AJPF – ASSOCIATION POUR LA PROMOTION DES JUMELAGES ENTRE VILLES DE FRANCE ET CAMPS PALESTINIENS
  • AURDIP – ASSOCIATION DES UNIVERSITAIRES POUR LE RESPECT DU DROIT INTERNATIONAL EN PALESTINE
  • CBSP – COMITE DE BIENFAISANCE ET DE SECOURS AUX PALESTINIENS
  • CCFD-TERRE SOLIDAIRE – COMITE CATHOLIQUE CONTRE LA FAIM ET POUR LE DEVELOPPEMENT
  • CEDETIM
  • CEMEA – CENTRES D’ENTRAINEEMNT AUX METHODES D’EDUCATION ACTIVE
  • CICUP – COLLECTIF INTERUNIVERSITAIRE POUR LA COOPERATION AVEC LES UNIVERSITES PALESTINIENNES
  • CIMADE
  • COMITE GAZA JERUSALEM MEDITERRANEE
  • CVPR-PO – COMITE DE VIGILANCE POUR UNE PAIX REELLE AU PROCHE-ORIENT
  • ERM-SERVICES – ENFANCE RESEAU MONDE /SERVICES
  • FEDERATION ARTISANS DU MONDE
  • FSGT – FEDERATION SPORTIVE ET GYMNIQUE DU TRAVAIL
  • GENERATION PALESTINE
  • GREF – GROUPEMENT DES RETRAITES ET EDUCATEURS SANS FRONTIERE
  • LDH – LIGUE DES DROITS DE L'HOMME
  • LIFPL – LIGUE INTERNATIONAL DES FEMMES POUR LA PAIX ET LA LIBERTE
  • MRAP – MOUVEMENT CONTRE LE RACISME ET POUR L’AMITIE ENTRE LES PEUPLES
  • MOUVEMENT DE LA PAIX
  • PAX CHRISTI
  • SECOURS CATHOLIQUE-CARITAS FRANCE
  • SIDI – SOLIDARITE INTERNAITONALE POUR LE DEVELOPPEMENT ET L’INVESTISSEMENT
  • TDH – TERRE DES HOMMES FRANCE
  • UJFP – UNION JUIVE FRANÇAISE POUR LA PAIX

Observateurs

  • ACAT – ACTION DES CHRETIENS POUR L’ABOLITION DE LA TORTURE
  • AFRAN SAUREL
  • AEDH – AGIR ENSEMBLE POUR LES DROITS DE L'HOMME
  • AMNESTY INTERNATIONAL
  • ASSOCIATION POUR JERUSALEM
  • COLLECTIF JUDEO-ARABE ET CITOYEN POUR LA PAIX
  • COORDINATION SUD
  • CRID – CENTRE DE RECHERCHE ET D’INFORMATION SUR LE DEVELOPPEMENT
  • FRANCAS
  • GAIC – GROUPE D’AMITIE ISLAMO-CHRETIENNE
  • HI – HANDICAP INTERNATIONAL
  • MDM – MEDECINS DU MONDE
  • MIR – MOUVEMENT INTERNATIONAL DE LA RECONCILIATION
  • RITIMO


From: Karin Nebauer
To: Forum / SZ
Sent: Thursday, October 27, 2011 7:27 PM
Subject: Re: Leserbrief

Sehr geehrte Frau Brummer,
 
um welchen Leserbrief es sich gehandelt hat, weiß ich gar nicht mehr, es muss schon länger her sein.
 
Am liebsten hätte ich auch einen Leserbrief zur Berichterstattung über den Gefangenenaustausch Gilad Shalit gegen 1.027 palästinensische Gefangene (Peter Münch nannte die Relation "ungeheuerlich"). Es war fast wie israelische Inlandspresse. Über die palästinensischen Gefangenen, über die Art des Zustandekommens einer Verhaftung und Verurteilung vor dem für Palästinenser zuständigen Militärgericht, über die Art der Haft, über Folter ("moderate physische Gewalt") und Mißhandlung, Unterbringung wird bei uns so gut wie nicht berichtet. Interessiert es niemanden, auch nicht eine renommierte Tageszeitung??   Ich will gar nicht ins Detail gehen, wie die politischen Hintergründe der Abschiebung von Freigelassenen in den Gazastreifen oder ins Ausland, natürlich ohne ihre Angehörigen zu sehen. 
 
Wie oft haben Berichterstatter der UNO, Menschenrechts-NGOs wie die israelische B'Tselem (ein Ausdruck aus der Schöpfungsgeschichte, "nach dem Bilde" zu ergänzen: Gottes schuf er ihn, den Menschen) oder die palästinensische Addammer, Global Research.. ihre Stimmer erhoben - umsonst! Etwa 20% der palästinensischen Bevölkerung haben waren im Gefängnis oder hatten Angehörige dort.
 
Wer spricht von den palästinensischen Kindern in israelischer Haft?? Laut DCI-Palestine (Defense for Children International - Section Palestine) werden jährlich etwa 700 palästinensische Minderjährige zwischen 12 und 17 Jahren (einzelne noch jünger) inhaftiert, fast immer lautet die Anklage Steine Werfen. Seit 2000 sind etwa 7.500 minderjährige Palästinenser in Israel inhaftiert gewesen. Ende September waren laut DCI-Palestine mindestens 164 palästinensische Minderjährige in israelischer Haft, davon 35 zwischen 12 und 15 Jahren. Die Festnahmen erfolgen meist während nächtlicher Razzien. bei denen Pani verbreitet wird. Es gibt glaubwürdige Bericht über Folter und Mißhandlung während Verhör, Transfer und Inhaftierung.    Man braucht nur zu lesen.
 
Manchmal stehe ich fassungslos und resigniert vor einer Berichterstattung, die der Linie der israelischen Politik entspricht und die Situation der Palästinenser ignoriert. Wie lange soll das noch so weiter gehen?

Von: Karin Nebauer
Gesendet:
Dienstag, 20. September 2011 22:03
An:
Nachrichten-Aufnahme / SZ
Betreff:
Leserbrief
 
Zum Artikel von Peter Münch vom 17./18.9. "In Isolation":

Es ist seltsam, wie viele Argumente und Drohungen in letzter Zeit gegen eine Unabhängigkeitserklärung Palästinas auftauchen. Darunter möchte ich nur auf eines eingehen: Palästina dürfe doch nicht einseitig, im Alleingang, ohne das Einverständnis von Israel den Antrag bei der UNO stellen. Warum eigentlich nicht? Hat nicht Israel 1948 seine Unabhängigkeit im Alleingang erklärt, obwohl es sehr viel mehr Grund gehabt hätte, sich mit den Palästinensern darüber ins Einvernehmen zu setzen.


Jürgen Jung

Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung
Zu den Artikeln „Sohn Israels“, 13.10.; „Perfide Inszenierung“, 15.10.; „Politische Arithmetik“, 14.10.2011

Als Abonnent der SZ seit annähernd einem halben Jahrhundert (!) fühle ich mich gedrängt, zu Ihrer Berichterstattung über die Freilassung von Gila Shalit Stellung zu nehmen. Die gnadenlose, und der Begriff gnadenlos ist hier wirklich angebracht, Einseitigkeit zugunsten Israels ist einfach haarsträubend. Der Tenor lautet: für einen israelischen Gefangenen der Hamas, dessen Schicksal mit dem allergrößten Mitgefühl geschildert wird, werden über tausend potentielle „Terroristen“, an deren Händen „Blut klebt“, freigelassen, was zu einer neuen Terrorwelle führen könne. Die Verzerrung der Wirklichkeit beginnt schon mit der Behauptung, Gilat Shalit sei „von palästinensischen Terroristen in den Gaza-Streifen verschleppt“ („Sohn Israels“, SZ, 13. 10., S.3) worden. Das Völkerrecht gestattet ausdrücklich den bewaffneten Widerstand gegen eine illegale Besatzung. Gilat Shalit ist Soldat der Besatzungsarmee, daher ein legitimes Angriffsziel. Insofern ist die Rede vom „Terror“ in diesem Zusammenhang einfach unsinnig. Und die Unterstellung Peter Münchs („Perfide Inszenierung“, SZ, 15. 10., S. 6), Shalit würde „ gewiss nicht gemäß den Regeln der Genfer Konvention in Geiselhaft gehalten“ ist deshalb so empörend, weil – ganz unabhängig davon, ob sie stimmt oder nicht – Israel sich bei der Inhaftierung von 6000 Palästinensern, die gegenwärtig in Gefängnissen und Lagern sitzen, nachweislich in keiner Weise um die Genfer Konvention kümmert. Darauf machen (v. a. israelische) Menschenrechtsorganisationen, die UNO, Amnesty International regelmäßig aufmerksam. Von diesen jährlich veröffentlichten Berichten erfährt der Leser der SZ – wenn überhaupt – nur beiläufig, ebenso wie von dem inzwischen auf alle Gefängnisse ausgedehnten Hungerstreik, den palästinensische Gefangene Ende September begonnen haben, um gegen die Haftbedingungen zu protestieren.

Peter Münch spricht angesichts der Begeisterung über die „Freipressung“ der palästinensischen Gefangenen projektiv von einer „perfiden Inszenierung“ – perfide ist vor allem seine Berichterstattung! Allein in Sonja Zekris Kommentar („Politische Arithmetik“, 14. 10., S.4) schimmert eine Ahnung durch von der dem Konflikt zugrunde liegenden Problematik, daß es nämlich die ungeheuerliche Asymmetrie in den Auseinandersetzungen vor Ort und - so möchte man hinzufügen - in der westlichen Berichterstattung ist, die den Fall Shalit für die Araber zu einem „Symbol für den Palästina-Konflikt macht". Denn aus ihrer Sicht sind die meisten palästinensischen Gefangenen alle „Gilad Shalits“, und die Menschen in Gaza fühlen sich wie 1,5 Millionen Geiseln, deren unmenschliche und gleichfalls völkerrechtswidrige Absperrung und Blockade den Angriff auf die israelische Militärpatroullie und die Gefangennahme Shalits erst provoziert hat. Solange die Einsicht des großen (jüdischen) Orientalisten Maxime Rodinson nicht endlich von uns im Westen ernst genommen wird, trägt eine Berichterstattung der beschriebenen Art zur Perpetuierung des Konflikts bei. Rodinson: „Einen Staat mit jüdischer Vorherrschaft im arabischen Palästina errichten zu wollen, konnte nur zu einer kolonialähnlichen Lage, zur Entwicklung einer vom Rassenkampf beherrschten Geisteshaltung und schließlich zu einem militärischen Zusammenstoß der beiden Volksgruppen führen“, die – nebenbei bemerkt - vor dem Auftreten des zionistischen Machtanspruchs friedlich zusammengelebt hatten.

SALAM SHALOM Arbeitskreis Palästina-Israel e.V.     www.salamshalom-ev.de        salamshalom.ak@googlemail.com


Salam Shalom Arbeitskreis Palästina-Israel e.V. setzt sich für einen gerechten Frieden für die Menschen im Nahen Osten ein.