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Gerechtigkeit ist der Weg zum Frieden

BDS

Boykott – Desinvestition – Sanktionen gegen Israel bis zum Ende von Apartheid und Besatzung in Palästina

Ahava Produktionsstätte
(Foto: Keren Manor, Activestills)
Israelische Produktionsstätte von Ahava-Kosmektikartikeln im besetzten  Palästina
Boykott Logo
Logo gegen die Ausbeutung palästinensischer Ressource durch die Besatzung
Quelle: Rebelion v. 26.06.11

Pro palästinensische Aktivisten haben die Schließung des Hauptgeschäfts von Ahava in London erreicht. >>>
  • BDS   
  • Eine Kampagne  als Mittel, um auf  friedliche Weise Druck gegen Israel aufzubauen, bis dieses internationales Recht und die legitimen Ansprüche des palästinensischen Volks respektiert.
  • Warum die BDS-Kampagne? 
  • Israel muss Stopp gesagt werden!  Die Rechte der Palästinenser werden schon viel zu lange mit Füßen getreten, wir müssen handeln!  Unser Handeln ist ethisch, staatsbürgerlich und politisch begründet.  Unser Handeln ist gewaltfrei und respektiert Menschen und Eigentum.
  • Anmerkungen zur weltweiten BDS-Kampagne
    Die Abkürzung BDS steht im Englischen für „Boycott-Divestment-Sanctions“ (Boykott, Desinvestition und Sanktionen) und ist mittlerweile zu einer weltweit organisierten, politischen Kampagne geworden. ....
  • Was sind Sanktionen, Desinvestitionen, Boykott?   
  • ..... „Boykott“ als Mittel, Druck auf Israel auszuüben, stößt in Europa vielfach auf Kritik und Ablehnung, weil er mit dem Aufruf der Nazis assoziiert wird, jüdische Geschäfte zu boykottieren....
  • 117 Selbstanzeigen im Prozess gegen Aktivisten für den Boykott Israels.  Zahlreiche Aktivisten überbrachten am 08. Oktober 2010 dem Gericht an der Plaza de Castilla (Madrid) Selbstanzeigen in der Strafsache Nr. 998/10, in der am 18.10.10 wegen einer gegen Israel gerichteten Boykottaktion im Juni diesen Jahres verhandelt werden wird. .....  In der Strafsache sind neun Personen angeklagt. Ihnen wird „öffentliche Ruhestörung“ zur Last gelegt; im Falle einer Verurteilung haben sie mit einer Geldstrafe zu rechnen....  Siehe Details 
  • Aufruf des Palästinensers Omar Barghutti:  Wir brauchen  keine  Almosen von den Europäern. Wir wünschten nur, sie würden endlich aufhören Komplizen  der israelischen  Besatzung zu sein. Video
  • Politische Schriften - Silvia Cattori - Boykott Apartheid
  • BAB - Berliner Akademischer Boykott
  • (Zusammenschluss von Studierenden und Forschenden in Berlin)  Offener Brief

Kafka im Westjordanland.  Das von Israel in den besetzten Gebieten eingerichtete Verwaltungssystem macht das Leben der palästinensischen Bevölkerung zur Qual. In den letzten Jahren wächst der Widerstand palästinensischer und israelischer Menschenrechts- gruppen. Ein Bericht von den Hügeln südlich von Hebron. von Joseph Dana

Englisch Israeli settlers beat Palestinian shepherd.  
Eine Gruppe Siedler hat außerhalb ihrer Siedlung Mehola im Jordantal einen 20-j. Schäfer zusammengeschlagen, so dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Mehola liegt auf palästinensischem Boden, es ist sowohl eine Siedlung als auch eine landwirtschaftliche Farm mit Packstationen für die Produkte von Arava und Carmel für den Export. Auf den Plantagen arbeiten Palästinenser zu einem sehr geringen Lohn ohne Sozialversicherung. Erst kürzlich haben Siedler aus Mehola einen 60-j. Schäfer entführt und seine Schafe gestohlen.
Apartheid ist kein faires Spiel – keine Unterstützung für Jerusalem Marathon
Adidas' Verbindung mit dem Marathon ist auf Werbetafeln in Jerusalem zu sehen, auch in den illegalen Siedlungen, durch die die Marathonroute führt. Wie ein neuerlicher Bericht von „Human Rights Watch“ feststellt,  sind „Palästinenser allein aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit und nationalen Herkunft systematischer Diskriminierung ausgesetzt, die ihnen Elektrizität, Wasser, Schulen, Zugang zu Straßen vorenthält, während in ihrer Nähe jüdische Siedler alle diese vom Staat bereit gestellten Leistungen genießen können.“  Vollständiger Bericht

Offener Brief an die Geschäftsleitung von Adidas International
Letter from Israeli BDS activist to follow up in Germany

Französische Firma übt Zensur an palästinensischer Künstlerin Agencia Prensa Latina
Die französische Firma Lacoste hat bei einem Wettbewerb, bei dem die palästinensische Grafikkünstlerin Larissa Sansour in die engere Wahl kam, wegen des von ihr gewählten Themas "Nation Staat" ausgeschlossen. Die von Sansour angefertigte Fotokollage war im November als eine von acht Bewerbern in die engere Wahl für den Preis Lacoste Elysee, der in Lausanne/Schweiz verliehen wird, gewählt worden.  Die Arbeit stellt symbolisch die Geburt des Palästinensischen Staates als Wolkenkratzer dar, in dem seine Bewohner in jedem Stockwerk eine der Städte des arabischen Landes erbauen.

Als Art Rewiev im Dezember die in die Vorauswahl gelangten Arbeiten veröffentlichte, war die Kollage nicht dabei, und der Name Sansour war aus der Liste der möglichen Gewinner gestrichen worden. Die digitale Ausgabe der Tageszeitung Le Monde veröffentlichte an diesem Mittwoch eine ausgewählte Arbeit auf der Webseite, auf der angegeben wurde, Lacoste habe auf seinen Schweizer Partner Druck ausgeübt, die Arbeit (von Sansour) zu entfernen, da man sie als "zu pro-palästinensisch" betrachte.  Wie in dem Text verlautet, haben sich die Aufrufe zum Boykott aller Produkte der französischen Firma gehäuft, deren Logo das bekannte grüne Krokodil ist. Aus dem Spanischen übersetzt von K. Nebauer
Quelle: Palestina Libre  

From: Karin Nebauer
To: basic Supermarkt München, Westenriederstrasse
Sent: Wednesday, December 07, 2011 5:52 PM
Subject: BDS
"Sie haben Granatäpfel aus Israel, Fa. Arava, als türkische gekennzeichnet. Nachdem Sie schon die Strichcodes der Waren verdeckt haben und diese für den Kunden nicht mehr einsehbar sind, halte ich das für eine bewußte Irreführung und Betrug am Kunden.
Wegen der anhaltenden Völkerrechtsverletzungen durch Israel schließen sich immer mehr Menschen dem Boykott israelischer Waren an, bis Israel Besatzung und Kolonisierung der palästinensischen Gebiete beendet.
ied Palestinian territories.

Stop That TrainCall to Action


Call for Pizzarotti S.p.A. to withdraw from the illegal high-speed rail project between Jerusalem and Tel Aviv, crossing the occupied Palestinian territories.

Englisch  BDS in the Arab World in light of the recent Uprisings

Boycott and divestment campaigns against
companies building the Wall

Englisch  Die palästinensische BDS-Bewegung unterstützt die berechtigten Forderungen der Gefangenen im Hungerstreik.

Pro palästinensische Aktivisten haben die Schließung des Hauptgeschäfts von Ahava in London erreicht. Der vergangene Freitag war der letzte Tag, an dem es an einem der zentralsten und für den Handel wichtigsten Plätze geöffnet war. Mehr dazu

"Zahlt nicht für ihre Gewehrkugeln!"

Demonstranten in Ramallah für Boykott israelischer Waren

Veolia keeps silent about two bus services to illegal settlements
Veolia schweigt über zwei Bus-Verbindungen zu illegalen Siedlungen

Illegaler Abbau (in Steinbrüchen oder Bergbau) von palästinensischen Naturressourcen

Englisch  Jewish Voice of Peace: North American and UK artists support Israelis who refuse to perform in settlements. Israeli Artists Condemn Settlements

BDS-Organisation schreibt an "Total Produce": nicht von Agrexco kaufen  Katie Child, Mitglied einer IMEMC-Gruppe

Die palästinensische BDS-Organisation hat der irischen Gesellschaft (Total Produce) einen Brief geschrieben, keine Produkte aus dem gesamten Angebot der Agrexco Company zu kaufen. Der Brief spricht davon, dass Agrexco an "israelischen Kriegsverbrechen" beteiligt war. 60 bis 70 Prozent der von Agrexco verkauften Produkte kommen von beschlagnahmtem palästinensischem Land in der Westbank. BDS warnte "Total Produce", auch sie würden boykottiert, wenn sie von Agrexco kaufen.

Der am 1. August geschriebene Brief sagt der irischen Gesellschaft: "Von Agrexco zu kaufen, würde Ihre Gesellschaft zum Komplizen der Völkerrechtsverletzungen durch Israel und aus diesem Grund zum legitimen Ziel legaler Aktionen und allgemeinen Boykotts machen." Agrexco hat kürzlich wegen des weltweiten Boykotts seinen teilweisen Bankrott erklärt. Laut Fruitnet.com schuldet Agrexco seinen Gäubigern 106 Millionen Euro.

Mehr als 20 Organisationen in 13 verschiedenen Ländern in Europa haben einen nationalen Boykott von Agrexco erklärt.Nach einem Bericht "Separate and Unequal" von Human Rights Watch profitiert Agrexco durch den Export von 60 bis 70% seiner Produkte aus den illegalen Siedlungen. Der Brief von BDS erklärt, wie durch den Kauf von Agrexco-Produkten Israel weiterhin Gewinne von den illegalen Siedlungen in der Westbank schöpft. Die meisten Produkte von Agrexco kommen aus Siedlungen in der Westbank, die nach dem Völkerrecht illegal sind. Quelle: Internationa Middle East Media Center     aus dem Englischen: K. Nebauer

Neues Deutschland v. 13.07.11 Bei Boykott droht Strafe
Israels Parlament beschloss Knebelgesetz   Von Oliver Eberhardt
Wer zum Boykott Israels aufruft, soll künftig nach dem Willen des israelischen Parlaments vor Gericht belangt werden können. Gegner des Gesetzes haben bereits Verfassungsklage eingereicht. Sie befürchten massive Einschränkung der Meinungsfreiheit....

Uri Avnery über die letzten anti-demokratischen Gesetze, zuetzt "Boykott-Gesetz" der Knesset:
Englisch  The Israeli Boycott Law  It Can Happen Here  By URI AVNERY, Tel Aviv
Englisch
 Omar Barghouti - BDS - The Global Struggle For Palestinian Rights  (50 Min.Video)

BDS Movement v. 08.07.11   Ein sofortiges umfassendes militärisches Embargo über Israel verhängen!  Während der Arabische Frühling für Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit der Komplizenschaft der Regierungen der Welt mit den autokratischen und unterdrückerischen arabischen Regierungen getrotzt und sie offen gelegt hat, fahren viele Staaten und Unternehmen mit ihren Rüstungsgeschäften und der militärischen Kooperation mit Israel fort. Diese Kooperation wird trotz des systematischen Einsatzes von Gewalt und Mord an zivilen Palästinensern und Arabern, einschließlich Kindern im Schulalter und Friedensaktivisten, aufrecht erhalten, auch trotz der immer brutaler werdenden Kolonialpolitik gegenüber dem palästinensischen Volk und der hartnäckigen Missachtung des Völkerrechts (durch Israel). Mehr dazu

Palestinian Civil Society Call for a Comprehensive Military Embargo of Israel
Englisch A working paper of the Palestinian Boycott, Divestment and Sanctions National Committee (BNC) July 2011

Germany To Provide Israel With A Sixth Submarine
Englisch Israeli online daily, Yedioth Aharonoth, reported that Germany agreed to a request made by Israel to provide it with a “Dolphin” submarine that has the capabilities of carrying nuclear heads.

Prozess gegen eine Organisatorin der französischen BDS-Kampagne  
(als WORD-Dokument verfügbar)
Paris im Juni 2011

In Frankreich besteht ein breites Bündnis, das auf vielfältige Weise die BDS-Kampagne trägt. Deren Aktivitäten rufen naturgemäß Regierung und vor allem zionistische Netzwerke auf den Plan, die mit allen Mitteln versuchen, israelkritische Aktivitäten zu unterbinden, notfalls auch mit juristischen Schritten. Hier ein Beispiel:

Gegen Olivia Zémor, Präsidentin der Gruppe CAPJPO (Coordination des Appels pour une Paix Juste au Proche-Orient/etwa: Koordinationskreis der Aufrufe für einen gerechten Frieden in Nahost) und eine wichtige Koordinatorin innerhalb der französischen Kampagne, ist formal Anklage erhoben worden. Ihre Straftat: Im Juli 2009 stellt sie ein Video ins Netz, das eine Aktion der Gruppe in Evry (Département Essonne) zeigt, die dem Boykott israelischer Waren galt.

Am 17. Juni 2011 kam es nun zu einer öffentlichen Anhörung vor der 17. Strafkammer des Pariser Gerichts. Generell rufen Boykottaufrufe z.B. gegen China, Mexiko, Kanada oder etwa Birma keinerlei öffentlichen Aufruhr hervor. Ist Israel aber Ziel derartiger Kampagnen, verhält es sich allerdings anders: Eine auch in Frankreich überaus rührige, zionistische Lobby – mit engen Beziehungen zum politischen Establishment (z.B. zur jüngst wegen ihrer zweifelhaften Nähe zum gestürzten tunesischen Präsidenten Ben Ali geschassten Ex-Ministerin Michèle Alliot-Marie!) – schaffte es, eingangs genannten Prozess ins Rollen zu bringen. Besagte Lobby selbst war bei der öffentlichen Anhörung nur in der Rolle der Nebenklägerin zugegen, vor allem in Gestalt der französischen Gegenstücke zu den deutschen Broders, Giordanos & Co.: Charles Bakkouche und Gilles-William Goldnadel! Sie vertreten zionistische Organisationen wie die Vereinigung Frankreich-Israel, die Handelskammer Frankreich-Israel oder den Verein Rechtsanwälte ohne Grenzen, dem z.B. der bereits erwähnte Goldnadel als Präsident vorsitzt.

Überraschenderweise hat sich die 17. Strafkammer nun aber nicht – wie erwartet – als willfährige Erfüllungsgehilfin von Regierungswünschen erwiesen: In einer von 15:30 – 03:00 Uhr nachts (!) währenden Anhörung schaffte es die Verteidigung, die leitende Staatsanwältin nebst Beisitzer durch eine Phalanx hochkarätiger Fürsprecher argumentativ nachhaltig zu beeindrucken und den Prozess zu einer fundierten, öffentlichen Darstellung der Anliegen der BDS-Kampagne „umzufunktionieren“. 300 Unterstützer aus mehreren Ländern waren eigens zur solidarischen Unterstützung angereist; allerdings fanden nur knapp die Hälfte Einlass in den Verhandlungsraum.

Es ist wert aufzuzählen, wer für die Verteidigung in den Zeugenstand trat:

  • Hajo Meyer – 87-jähriger holländischer Auschwitz-Überlebender, der brillant die von der israelischen Regierung immer wieder erfolgreich inszenierte Strategie der Vermischung von Antizionismus und Antisemitismus zerlegte.

  • Liliane Cordova – Koordinatorin des Internationalen Netzwerks antizionistischer Juden, die als Franko-Argentinierin Israel nach vierzehn Jahren aus Abscheu vor dortigem Rassismus und herrschender Hetzstimmung gegen Andersdenkende wieder verließ.
  • Eric Hazan – bekannter Verleger (Editions La Fabrique), der gerade ein Jahr zuvor das Buch des Palästinensers Omar Barghouti über BDS veröffentlicht hat und sich bereits früher mit der Veröffentlichung von Norman Finkelsteins Buch „Holocaust Industrie“ einen Prozess eingehandelt und klar gewonnen hatte.
  • Dann die Senatorin (2. Parlamentskammer in Frankreich) Alima Boumediene-Thiery, die am 10.04.2002 noch als MdEP in Straßburg eine Resolution mit dem Ziel eingebracht hatte, Handelsprivilegien wieder aufzuheben, welche die EU dem Staat Israel gewährt hatte, von der französischen Regierung aber nie umgesetzt wurde.
  • Dann der bekannte Alttrotzkist Alain Krivine (ehemals LCR/Ligue Communiste Révolutionnaire, jetzt Mitglied bei der Neugründung Nouveau Parti anticapitaliste), der voll Ironie darlegte, wie sich seine neue Partei NPA bei den EU-Wahlen 2009 im eigenen Wahlprogramm unbeanstandet in millionenfacher Auflage für die Unterstützung eines Israel-Boykotts positioniert hatte, und zwar solange dieser Staat nicht die Grundrechte des palästinensischen Volkes respektieren würde. Dann folgte
  • Géraud de la Pradilla, ein Juraprofessor, der dem Gericht detailliert die Bedeutung der Genfer Konventionen und den Beschluss des Internationalen Strafgerichtshofes vom 9. Juli 2004 zum illegalen Mauerbau erläuterte.
  • Erwähnenswert auch die Aussagen von Ghislain Poissonnier – einem derzeit beurlaubten Berufsrichter, abgeordnet zum IRK ins Westjordanland, der gerade in einer renommierten juristischen Fachzeitschrift einen Artikel zur Rechtmäßigkeit des Boykotts veröffentlichte.

Gegen dieses hochkarätige Team hatten die Vertreter der Nebenklage intellektuell wenig auszurichten, da sie eher Spezialisten für den Aufbau von Druck- und Drohkulissen im politischen Machtapparat und den Medien sind, sich in Beleidigungen und abwegigen Argumentationen ergehen oder gar auf infame Weise die Glaubwürdigkeit des Leidensweges eines Hajo Meyer unter dem NS-Regime zu erschüttern trachten, gepaart mit hohen finanziellen Entschädigungsforderungen. Kurzum, die Angst vor den Folgen der schwindenden Legitimität des Staates Israel unter seiner gegenwärtigen Politik lässt Zionisten tragischerweise zu bloßen Dreckschleudern werden. Wohl eher als Akt der Verzweiflung zu interpretieren.

Brillante Plaidoyers der drei Rechtsanwälte der Verteidigung beschlossen den überlangen Verhandlungstag und legten nochmals wohlbegründet den rassistischen und rassentrennenden Charakter des Staates Israel dar, wiesen direkte Verbindungen der Nebenkläger zur rechtsradikalen Szene (sic!) in Frankreich nach und klagten an, dass den Palästinensern bis heute – im Gegensatz zu jüdischen Menschen – der Status von Opfern verweigert würde.

Der geschilderte Prozess ist nach dieser Anhörung nicht mehr ein Prozess um den Boykott und seine Legitimität sondern zu einer fundierten Anklage des Staates Israel und des französischen Staates geworden, der sich zum „Kollaborateur mit Kriegsverbrechern“ gemacht hat.

Urteilsverkündung am 08. Juli 2011. Salam-Shalom wird über den Fortgang berichten, weil dieser Prozessausgang für die weltweite BDS-Kampagne von herausragender Bedeutung sein wird.   (Chr. St.)

Culturescapes Israel. Ein schweizerisches Schaufenster für Apartheid?

"... Der Staat Israel, den Culturescapes unter dem Deckmantel eines Wohltäters der Künste zu präsentieren gedenkt, erstickt seit seiner Gründung die Grundlagen der palästinensischen Kultur und Gesellschaft...."
Offener Brief an die Veranstalter und Partner des Festivals Culturescapes (September–November 2011) und an alle KünstlerInnen und Kulturschaffenden in der Schweiz

GILAD ATZMON, Ex-Israeli, Jazz-Gigant aus England, hat seine Teilnahme am Culturescapes-Festival bereits im März abgesagt. Lesen Sie hier, sein kurzes Statement dazu:

A few month ago I was offered to perform in a club in Basel as a part of an israeli culture festival. I immediately made it clear tothe promoter that I may not be the right person for the job for I am a vocal opponent of the Jewish state.

The promoter assured me that the festival is aware of my views and was actually interested in my voice. A month later I realized that the festival was actually co-founded by the Israeli government, I also learned that I was the only dissident voice in the program . Under these circumstances I couldn't participate in the festival. Festival chairman Juriaan Cooiman met me in Zurich in March. I made it clear to him that I would not share stage with artists supported by the Israeli government, I also made it clear that Palestinians must be invited to discuss Israeli crimes against humanity. At the end of the day, Palestinians are the indigenous people of the land.

After the long meeting it was clear to me that these my cinditions could not be met. I was left with no other option but boycotting the festival. I believe that beauty with no ethics is a meaningless concept.
Gilad Atzmon

... Es geht darum, eine Verschiebung zu erwirken und Israel anders zu verkaufen, nämlich “weg vom Image eines Landes, das sich im Krieg und Konflikt befindet und hin zu einem Marken-Zeichen für positive Werte und Ideale, wie ‘Gestalter der Zukunft’, ‘pulsierende Vielfalt’ und ‘unternehmerische Begeisterung’....
Offener Brief an die Burghof GmbH, Lörrach

Die größte Studenten-Vereinigung Europas schließt sich dem Boykott gegen Israel an
James Haywood und Ashok Kumar/bdsmovement.net

Die University of London Union (ULU) hat mit zehn zu eins dafür abgestimmt, sich zur Unterstützung Palästinas der Kampagne für Boykott, Desinvestition und Sanktionen anzuschließen. Es wird aufgerufen zu einer "eingehenden Untersuchung der Investitionen und Verträge der ULU" mit den Unternehmen, die entsprechend der Formulierung des Nationalen Palästinensischen Komitees für den Boykott (BNC) Schuld tragen an der "der Verletzung der Menschenrechte der Palästinenser". Ashok Kumar, Mitglied des Senats von LSE (London School of Economics and Political Science), argumentiert bei seiner Befürwortung des Aufrufs: "Wir haben Präzedenzfälle für Boykottkampagnen an der ULU, speziell gegen Südafrika, sowie die Boykottkampagne gegen die Barclay Bank, die die Apartheidsregierung unterstützte. Jetzt gehen wir auf die Forderung der Palästinenser ein, die zur Unterstützung ihres Kampfes zu der zivilen Aktion gegen den Rassismus aufruft". Vollständiger Bericht

Largest student union in Europe joins boycott of Israel  Englisch

Die Knesset  verbietet Konsumentenproteste gegen die Besatzung  Gush Shalom, Presseerklärung, 07.03.11

Europäischer Gerichtshof entscheidet:
Siedlungen kein Teil Israels

NTV, Donnerstag, 25. Februar 2010

Es ist ein Schlag gegen die israelische Siedlungspolitik: Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gehören die besetzten Gebiete nicht zum Staat Israel. Damit gilt aber auch keine Zollfreiheit für die dort hergestellten Produkte.

Die besetzten Gebieten sind nicht Teil des Staates Israel und damit dürfen israelische Waren aus dem Westjordanland nicht zollfrei in die EU eingeführt werden. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden. In dem schon im Vorfeld des Urteils aufmerksam verfolgten Streit um Produkte der Marke "Soda Club" stärkte das Gericht damit die palästinensische Selbstverwaltung.

Im vorliegenden Fall ging es um "Soda-Club"-Trinkwassersprudler, die in der israelischen Siedlung Maale Adumim im Westjordanland hergestellt werden. Der israelische Produzent wollte sie zollfrei einführen und berief sich im Streit mit dem Hauptzollamt Hamburg-Hafen auf entsprechende israelische Bescheinigungen. In diesen Papieren hatten die Behörden bestätigt, die
Waren stammten aus einer Zone unter israelischer Zollzuständigkeit. Sie hatten jedoch keine näheren Auskünfte zur Frage gegeben, ob die Geräte in den besetzten Gebieten hergestellt worden seien. Der deutsche Zoll erkannte die Bescheinigungen nicht an.


Neue Debatte um Israel-Boykott: Bremens Nahost-Konflikt
Nach dem Aufruf des Friedensforums gegen den Kauf israelischer Früchte, wenden sich Bremer Parteien und Verbände nun gegen solche Aktionen    taz.de v. 09.05.11
Brief an den Präsidenten des Europarates
Offener Brief an den Präsidenten Bremen, des Bremer Senats Bürgermeister Jens Böhrnsen

Appell an die Geschäftsführung von ADIDAS, Aufsichtsrat (Herr Stamminger, Herr Runau)

von Pater Rainer Fielenbach OCarm.

Albrechtsgasse 28
94315 Straubing
Tel. 09421-843713
Email: rfielenbach@karmelitenorden.de
Betreff: Marathonlauf in West- und Ost-Jerusalem am 25. März 2011
 
Sehr geehrte hauptverantwortliche Damen und Herren der Geschäftsführung / Aufsichtsrat der Adidas-Group,
 
am 25. März findet der Jerusalem Marathon statt, der von Adidas als einem der großen Sponsoren gefördert wird. Wer Jerusalem und damit auch die Route des Laufs kennt, weiß, dass er zum Teil auf Ost-Jerusalemer Gebiet verläuft, das von Israel besetzt ist und wo täglich imense Verstöße gegen das Völkerrecht und die Menschenrechte seitens Israel stattfinden, z.B. Häuserzerstörung, Vertreibung von palästinensischen Familien etc. Ausserdem wird mit diesem Streckenverlauf so getan, als ob ganz Jerusalem zu Israel gehöre und die Hauptstadt Israels sei.
Auch wenn Adidas argumentiert, dass es sich hier um eine rein sportliche und nicht politische Veranstaltung handle, ist eindeutig und klar festzuhalten, dass in Israel praktisch alles politisch zu sehen und zu werten ist, so auch der Jerusalem Marathon.
 
Ich darf Sie daher dringend auch seitens der 224 Mitglieder unseres Vereins “MUSA’ADE – Hilfe und Hoffnung für Bethlehem e.V.” bitten, sich als Sponsor des Jerusalem Marathon zurückzuziehen oder darauf hinzuwirken, dass der Streckenverlauf des Jerusalem Marathon ausschließlich auf das Gebiet von West-Jerusalem begrenzt und kein Streckenmeter des Laufs auf besetztem palästinensischem Gebiet gelaufen wird.
Adidas sollte sich von der völkerrechtswidrigen Politik Israels nicht auf sportlichem Gebiet missbrauchen lassen.
Unsere Mitglieder werde ich über die Entscheidung der Adidas Group informieren.
Für Ihre hoffentlich dem sportlichen Ereignis im genannten Sinn angemessene Entscheidung möchte ich mich schon jetzt bedanken und wünsche dem sportlichen Großereignis im israelischen Teil Jerusalems viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüssen
P. Rainer Fielenbach
2. Vorsitzender MUSA’ADE e.V.
Straubing
  


  • Israel braucht ein starkes Signal gegen seine Besatzungspolitik. EU sollte politischen Wandel fordern. Ein Gespräch mit Ilan Pappe
  • FRANZÖSISCHE UNTERNEHMEN VERLASSEN BAHNPROJEKT IN JERUSALEM
  • Nach Protesten palästinensischer Solidaritätsgruppen haben sich die französischen Unternehmen Veolia und Alstom dazu entschlossen, aus einem Bahnprojekt in Jerusalem auszusteigen. Zuvor war mit der israelischen Regierung vereinbart worden, dass beide Firmen eine Trambahnstrecke errichten und unterhalten, welche die Stadt  Jerusalem mit israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland verbinden soll.
 
Rechtswidrige Besatzung darf sich nicht auszahlen
FrauenNetzwerkNahost:
Wissen Sie... was Sie mit dem Strichcode 729 einkaufen?

Es ist nicht überraschend, wenn Ihnen die Zahlenfolge 729 bislang nichts sagt. Es handelt sich um den sogenannten „Ländercode“ am Beginn eines Strichcodes, der Aufschluss darüber gibt, woher eine Ware stammt. Ein Strichcode mit den Ziffern 729 verweist darauf, dass ein Produkt aus Israel kommt. Den Strichcode 729 tragen aber auch Waren, die etwa in Ma'ale Adumim oder in der Industriezone von Barkan hergestellt worden sind – also in israelischen Siedlungen auf besetztem palästinensischem Gebiet.

Die systematische Besiedlung von besetztem Gebiet stellt einen schweren Verstoß gegen das Völkerrecht dar. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 fordert das FrauenNetzwerkNahost daher die eindeutige Kennzeichnung von Waren aus den völkerrechtswidrigen Siedlungen. In mehreren Postkartenaktionen haben wir auf das Problem hingewiesen, dass Verbraucher/innen mit ihrer Kaufentscheidung unwissentlich Völkerrechtsverletzungen unterstützen. Unsere bisherigen Karten waren getragen von dem Bemühen um Aufklärung und einer eindeutigen Kennzeichnung der Waren „Made in Israel“.  Zum ausführlichen Bericht


  • Sieg für den Boykott: Africa Israel Investment gibt Siedlungsbau auf.  .... Adalah-New York begann im November 2007 eine Boykottkampagne gegen die Unternehmen von Lev Leviev und hat seither in aller Welt Unterstützer gefunden. In der Folge haben die norwegische, die schwedische und die holländische Regierung ebenso wie einige internationale Investmentfirmen die Zusammenarbeit mit Africa Israel beendet. Die britische Regierung, UNICEF, Oxfam und CARE haben ihre Beziehungen zu Leviev aufgegeben, auch bedeutende Persönlichkeiten sind dabei, dies nach und nach zu tun. Vollständiger Bericht in PDF    /    auch in Englisch  
  • Radio Vatikan
    Südafrika: Tutu für Israel-Boykott

    Der frühere anglikanische Erzbischof  und Friedensnobelpreisträger  Desmond Tutu  ruft die Mitarbeiter der Oper von Kapstadt dazu auf, ein Gastspiel in Tel Aviv abzusagen. In einem offenen Brief schreibt der frühere anglikanische Erzbischof, der als Apartheid-Gegner weltweit bekannt wurde: „Die Oper von Tel Aviv wird vom israelischen Staat subventioniert. Sie zieht internationale Künstler an und will damit den trügerischen Eindruck erwecken, dass Israel eine zivilisierte Demokratie wäre.“ Die Kapstädter Oper solle bitte nicht in einem Land gastieren, das in Israel selbst und den besetzten Gebieten Millionen von Palästinensern keinen Zugang zu Schulen, Ausbildung und Kultur gebe. Wie zur Zeit der Apartheid in Südafrika sei auch ein Künstler-Boykott gegen Israel „eine positive Mobilisierung“, die „dem Frieden und der Verständigung“ diene, schreibt Tutu. Der jüdische Zentralverband in Südafrika hat gegen den Brief protestiert; der Direktor der Kapstädter Oper liess wissen, er halte an dem Gastspiel vom November fest.
Profiteure der Besatzung, ein paar Beispiele:

Salam Shalom Arbeitskreis Palästina-Israel e.V. setzt sich für einen gerechten Frieden für die Menschen im Nahen Osten ein.