Gerechtigkeit
ist der Weg zum
Frieden
BDS
Boykott
– Desinvestition
– Sanktionen
gegen Israel bis zum Ende von Apartheid und Besatzung in
Palästina

(Foto: Keren Manor, Activestills)
Israelische Produktionsstätte
von Ahava-Kosmektikartikeln im besetzten Palästina |

Logo gegen die Ausbeutung palästinensischer Ressource durch
die Besatzung
Quelle: Rebelion v. 26.06.11
Pro
palästinensische Aktivisten haben die Schließung des
Hauptgeschäfts
von Ahava in London erreicht. >>> |
|
- BDS
Eine
Kampagne als Mittel, um auf friedliche Weise Druck
gegen Israel aufzubauen, bis dieses internationales Recht und die
legitimen Ansprüche des palästinensischen Volks
respektiert.
- Warum
die BDS-Kampagne?
Israel muss Stopp gesagt werden!
Die Rechte der
Palästinenser werden schon viel zu lange mit
Füßen
getreten, wir müssen handeln! Unser Handeln ist
ethisch,
staatsbürgerlich und politisch begründet.
Unser Handeln
ist gewaltfrei und respektiert Menschen und Eigentum.
- Anmerkungen
zur weltweiten BDS-Kampagne
Die
Abkürzung BDS steht im Englischen
für „Boycott-Divestment-Sanctions“
(Boykott, Desinvestition und
Sanktionen) und ist mittlerweile zu einer weltweit organisierten,
politischen Kampagne geworden. ....
- Was
sind Sanktionen,
Desinvestitionen, Boykott?
.....
„Boykott“
als Mittel, Druck auf Israel auszuüben,
stößt in Europa vielfach
auf Kritik und Ablehnung, weil er mit dem Aufruf der Nazis assoziiert
wird, jüdische Geschäfte zu boykottieren....
-
117
Selbstanzeigen im Prozess gegen Aktivisten für den Boykott
Israels.
Zahlreiche
Aktivisten überbrachten am 08. Oktober 2010 dem Gericht an der
Plaza
de Castilla (Madrid) Selbstanzeigen in der Strafsache Nr. 998/10, in
der am 18.10.10 wegen einer gegen Israel gerichteten Boykottaktion im
Juni diesen Jahres verhandelt werden wird. .....
In
der
Strafsache sind neun Personen angeklagt. Ihnen wird
„öffentliche
Ruhestörung“ zur Last gelegt; im Falle einer
Verurteilung haben
sie mit einer Geldstrafe zu rechnen.... Siehe Details
- Aufruf
des Palästinensers Omar Barghutti:
Wir brauchen keine Almosen von den
Europäern.
Wir wünschten nur, sie würden endlich
aufhören Komplizen der israelischen
Besatzung zu
sein. Video
- Politische
Schriften - Silvia Cattori - Boykott Apartheid
- BAB - Berliner Akademischer
Boykott
(Zusammenschluss
von Studierenden und Forschenden in Berlin) Offener
Brief
|
Kafka im Westjordanland. Das von Israel in den besetzten Gebieten eingerichtete
Verwaltungssystem macht das Leben der palästinensischen Bevölkerung zur
Qual. In den letzten Jahren wächst der Widerstand palästinensischer und
israelischer Menschenrechts- gruppen. Ein Bericht von den Hügeln südlich
von Hebron. von Joseph Dana
Israeli settlers beat Palestinian shepherd.
Eine Gruppe Siedler hat außerhalb ihrer Siedlung
Mehola im Jordantal einen 20-j. Schäfer zusammengeschlagen, so dass er ins
Krankenhaus gebracht werden musste. Mehola liegt auf palästinensischem Boden, es ist
sowohl eine Siedlung als auch eine landwirtschaftliche Farm mit Packstationen
für die Produkte von Arava und Carmel für den Export. Auf den Plantagen arbeiten
Palästinenser zu einem sehr geringen Lohn ohne Sozialversicherung. Erst kürzlich haben Siedler aus Mehola einen 60-j.
Schäfer entführt und seine Schafe gestohlen.
Apartheid ist kein faires Spiel – keine Unterstützung für Jerusalem Marathon
Adidas' Verbindung mit dem Marathon ist auf Werbetafeln in Jerusalem zu
sehen, auch in den illegalen Siedlungen, durch die die Marathonroute
führt. Wie ein neuerlicher Bericht von „Human Rights
Watch“ feststellt, sind „Palästinenser allein
aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit und nationalen Herkunft
systematischer Diskriminierung ausgesetzt, die ihnen Elektrizität,
Wasser, Schulen, Zugang zu Straßen vorenthält, während
in ihrer Nähe jüdische Siedler alle diese vom Staat bereit
gestellten Leistungen genießen können.“ Vollständiger Bericht
Offener Brief an die Geschäftsleitung von Adidas International
Letter from Israeli BDS activist to follow up in Germany |
Französische Firma übt
Zensur an palästinensischer Künstlerin
Agencia Prensa Latina
Die französische Firma
Lacoste hat bei einem Wettbewerb, bei dem die palästinensische
Grafikkünstlerin Larissa Sansour in die engere Wahl kam, wegen des
von ihr gewählten Themas "Nation Staat" ausgeschlossen.
Die von Sansour
angefertigte Fotokollage war im November als eine von acht Bewerbern
in die engere Wahl für den Preis Lacoste Elysee, der in
Lausanne/Schweiz verliehen wird, gewählt worden.
Die Arbeit stellt
symbolisch die Geburt des Palästinensischen Staates als
Wolkenkratzer dar, in dem seine Bewohner in jedem Stockwerk eine der
Städte des arabischen Landes erbauen.
Als Art Rewiev im
Dezember die in die Vorauswahl gelangten Arbeiten veröffentlichte,
war die Kollage nicht dabei, und der Name Sansour war aus der Liste
der möglichen Gewinner gestrichen worden.
Die digitale Ausgabe der
Tageszeitung Le Monde veröffentlichte an diesem Mittwoch eine
ausgewählte Arbeit auf der Webseite, auf der angegeben wurde,
Lacoste habe auf seinen Schweizer Partner Druck ausgeübt, die Arbeit
(von Sansour) zu entfernen, da man sie als "zu
pro-palästinensisch" betrachte.
Wie in dem Text verlautet,
haben sich die Aufrufe zum Boykott aller Produkte der französischen
Firma gehäuft, deren Logo das bekannte grüne Krokodil ist. Aus dem Spanischen
übersetzt von K. Nebauer
Quelle: Palestina Libre |
|
From: Karin Nebauer
To: basic Supermarkt München, Westenriederstrasse
Sent: Wednesday, December 07, 2011 5:52 PM
Subject: BDS
"Sie haben Granatäpfel aus Israel, Fa. Arava, als
türkische gekennzeichnet. Nachdem Sie schon die Strichcodes der Waren verdeckt
haben und diese für den Kunden nicht mehr einsehbar sind, halte ich das für eine
bewußte Irreführung und Betrug am Kunden.
Wegen der anhaltenden Völkerrechtsverletzungen
durch Israel schließen sich immer mehr Menschen dem Boykott israelischer Waren
an, bis Israel Besatzung und Kolonisierung der palästinensischen Gebiete
beendet.
ied
Palestinian territories. |
Call to Action
Call for Pizzarotti S.p.A. to withdraw from the illegal high-speed rail
project between Jerusalem and Tel Aviv, crossing the occupied
Palestinian territories. |
BDS in the Arab World in light of the recent Uprisings
Boycott and divestment campaigns against companies building the Wall
Die palästinensische BDS-Bewegung
unterstützt die berechtigten Forderungen der Gefangenen im
Hungerstreik.
Pro
palästinensische Aktivisten haben die Schließung des
Hauptgeschäfts
von Ahava in London erreicht. Der vergangene
Freitag war der letzte
Tag, an dem es an einem der zentralsten und für den Handel
wichtigsten Plätze geöffnet war. Mehr dazu
"Zahlt nicht für ihre Gewehrkugeln!"
Demonstranten
in Ramallah für Boykott israelischer Waren
Veolia
keeps silent about two bus services to illegal settlements
Veolia
schweigt über zwei Bus-Verbindungen zu illegalen Siedlungen
Illegaler
Abbau (in Steinbrüchen oder Bergbau) von
palästinensischen Naturressourcen
Jewish Voice of Peace: North American and UK artists support
Israelis who refuse to perform in settlements. Israeli Artists Condemn
Settlements
BDS-Organisation
schreibt an "Total Produce": nicht
von Agrexco kaufen Katie
Child, Mitglied
einer IMEMC-Gruppe
Die
palästinensische BDS-Organisation hat der irischen
Gesellschaft
(Total Produce) einen Brief geschrieben, keine Produkte aus dem
gesamten Angebot der Agrexco Company zu kaufen. Der Brief spricht
davon, dass Agrexco an "israelischen Kriegsverbrechen"
beteiligt war. 60 bis
70 Prozent der von Agrexco verkauften Produkte kommen von
beschlagnahmtem palästinensischem Land in der Westbank. BDS
warnte
"Total Produce", auch sie würden boykottiert, wenn sie von
Agrexco kaufen.
Der am
1. August geschriebene Brief sagt der irischen Gesellschaft: "Von
Agrexco zu kaufen, würde Ihre Gesellschaft zum Komplizen der
Völkerrechtsverletzungen durch Israel und aus diesem Grund zum
legitimen Ziel legaler Aktionen und allgemeinen Boykotts machen."
Agrexco
hat kürzlich wegen des weltweiten Boykotts seinen teilweisen
Bankrott erklärt. Laut Fruitnet.com schuldet Agrexco seinen
Gäubigern 106 Millionen Euro.
Mehr
als 20 Organisationen in 13 verschiedenen Ländern in Europa
haben
einen nationalen Boykott von Agrexco erklärt.Nach
einem Bericht "Separate and Unequal" von Human Rights Watch
profitiert Agrexco durch den Export von 60 bis 70% seiner Produkte
aus den illegalen Siedlungen. Der
Brief von BDS erklärt, wie durch den Kauf von
Agrexco-Produkten
Israel weiterhin Gewinne von den illegalen Siedlungen in der Westbank
schöpft. Die
meisten Produkte von Agrexco kommen aus Siedlungen in der Westbank,
die nach dem Völkerrecht illegal sind. Quelle:
Internationa
Middle East Media Center
aus dem Englischen: K.
Nebauer |
BDS
Movement v. 08.07.11 Ein
sofortiges umfassendes militärisches Embargo über
Israel
verhängen! Während
der Arabische Frühling für Freiheit, Demokratie und
soziale
Gerechtigkeit der Komplizenschaft der Regierungen der Welt mit den
autokratischen und unterdrückerischen arabischen Regierungen
getrotzt und sie offen gelegt hat, fahren viele Staaten und
Unternehmen mit ihren Rüstungsgeschäften und der
militärischen
Kooperation mit Israel fort. Diese Kooperation wird trotz des
systematischen Einsatzes von Gewalt und Mord an zivilen
Palästinensern und Arabern, einschließlich Kindern
im Schulalter
und Friedensaktivisten, aufrecht erhalten, auch trotz der immer
brutaler werdenden Kolonialpolitik gegenüber dem
palästinensischen
Volk und der hartnäckigen Missachtung des
Völkerrechts (durch
Israel). Mehr dazu
Palestinian Civil Society Call
for a Comprehensive Military Embargo of Israel
A
working paper of the Palestinian Boycott, Divestment and
Sanctions National Committee (BNC) July 2011 |
Germany To Provide
Israel With A Sixth Submarine
 Israeli
online daily, Yedioth Aharonoth, reported that
Germany agreed to a request made by Israel to provide it with a
“Dolphin” submarine that has the capabilities of
carrying nuclear heads.
Prozess
gegen eine
Organisatorin der französischen BDS-Kampagne
(als
WORD-Dokument
verfügbar)
Paris im Juni 2011
In
Frankreich besteht ein breites
Bündnis, das auf vielfältige Weise die BDS-Kampagne
trägt. Deren
Aktivitäten rufen naturgemäß Regierung und
vor allem zionistische
Netzwerke auf den Plan, die mit allen Mitteln versuchen,
israelkritische Aktivitäten zu unterbinden, notfalls auch mit
juristischen Schritten. Hier ein Beispiel:
Gegen
Olivia Zémor, Präsidentin der
Gruppe CAPJPO (Coordination des Appels
pour une Paix Juste au
Proche-Orient/etwa: Koordinationskreis der Aufrufe für einen
gerechten Frieden in Nahost) und eine wichtige Koordinatorin
innerhalb der französischen Kampagne, ist formal Anklage
erhoben
worden. Ihre Straftat: Im Juli 2009 stellt sie ein Video ins Netz,
das eine Aktion der Gruppe in Evry (Département Essonne)
zeigt, die
dem Boykott israelischer Waren galt.
Am
17. Juni 2011 kam es nun zu einer
öffentlichen Anhörung vor der 17. Strafkammer des
Pariser Gerichts.
Generell rufen Boykottaufrufe z.B. gegen China, Mexiko, Kanada oder
etwa Birma keinerlei öffentlichen Aufruhr hervor. Ist Israel
aber
Ziel derartiger Kampagnen, verhält es sich allerdings anders:
Eine
auch in Frankreich überaus rührige, zionistische
Lobby – mit
engen Beziehungen zum politischen Establishment (z.B. zur
jüngst
wegen ihrer zweifelhaften Nähe zum gestürzten
tunesischen
Präsidenten Ben Ali geschassten Ex-Ministerin Michèle
Alliot-Marie!) – schaffte es, eingangs genannten
Prozess ins
Rollen
zu bringen. Besagte Lobby selbst war bei der öffentlichen
Anhörung
nur in der Rolle der Nebenklägerin zugegen, vor allem in
Gestalt der
französischen Gegenstücke zu den deutschen Broders,
Giordanos &
Co.: Charles Bakkouche und Gilles-William
Goldnadel! Sie vertreten
zionistische Organisationen wie die Vereinigung
Frankreich-Israel,
die Handelskammer Frankreich-Israel oder den
Verein Rechtsanwälte ohne Grenzen, dem
z.B. der bereits erwähnte
Goldnadel als Präsident vorsitzt.
Überraschenderweise
hat sich die 17.
Strafkammer nun aber nicht – wie erwartet – als
willfährige
Erfüllungsgehilfin von Regierungswünschen erwiesen:
In einer von
15:30 – 03:00 Uhr nachts (!) währenden
Anhörung schaffte es die
Verteidigung, die leitende Staatsanwältin nebst Beisitzer
durch eine
Phalanx hochkarätiger Fürsprecher argumentativ
nachhaltig zu
beeindrucken und den Prozess zu einer fundierten, öffentlichen
Darstellung der Anliegen der BDS-Kampagne
„umzufunktionieren“.
300 Unterstützer aus mehreren Ländern waren eigens
zur
solidarischen Unterstützung angereist; allerdings fanden nur
knapp
die Hälfte Einlass in den Verhandlungsraum.
Es
ist wert aufzuzählen, wer für die
Verteidigung in den Zeugenstand trat:
|
- Eric
Hazan – bekannter Verleger (Editions
La
Fabrique), der gerade ein Jahr zuvor das Buch des
Palästinensers Omar Barghouti über BDS
veröffentlicht hat und sich bereits früher mit der
Veröffentlichung von Norman Finkelsteins Buch
„Holocaust Industrie“ einen Prozess eingehandelt
und klar gewonnen hatte.
- Dann die
Senatorin (2. Parlamentskammer in Frankreich) Alima
Boumediene-Thiery, die am 10.04.2002 noch als MdEP
in
Straßburg eine Resolution mit dem Ziel eingebracht hatte,
Handelsprivilegien wieder aufzuheben, welche die EU dem Staat Israel
gewährt hatte, von der französischen Regierung aber
nie umgesetzt wurde.
- Dann der
bekannte Alttrotzkist Alain Krivine (ehemals LCR/Ligue
Communiste Révolutionnaire, jetzt Mitglied bei der
Neugründung Nouveau Parti anticapitaliste),
der voll Ironie darlegte, wie sich seine neue Partei NPA
bei den EU-Wahlen 2009 im eigenen Wahlprogramm unbeanstandet in
millionenfacher Auflage für die Unterstützung eines
Israel-Boykotts positioniert hatte, und zwar solange dieser Staat nicht
die Grundrechte des palästinensischen Volkes respektieren
würde. Dann folgte
- Géraud
de la Pradilla, ein Juraprofessor, der dem Gericht
detailliert die Bedeutung der Genfer Konventionen und den Beschluss des
Internationalen Strafgerichtshofes vom 9. Juli 2004 zum illegalen
Mauerbau erläuterte.
- Erwähnenswert
auch die Aussagen von Ghislain Poissonnier –
einem derzeit beurlaubten Berufsrichter, abgeordnet zum IRK ins
Westjordanland, der gerade in einer renommierten juristischen
Fachzeitschrift einen Artikel zur Rechtmäßigkeit des
Boykotts veröffentlichte.
Gegen
dieses hochkarätige Team hatten
die Vertreter der Nebenklage intellektuell wenig auszurichten, da sie
eher Spezialisten für den Aufbau von Druck- und Drohkulissen
im
politischen Machtapparat und den Medien sind, sich in Beleidigungen
und abwegigen Argumentationen ergehen oder gar auf infame Weise die
Glaubwürdigkeit des Leidensweges eines Hajo Meyer unter dem
NS-Regime zu erschüttern trachten, gepaart mit hohen
finanziellen
Entschädigungsforderungen. Kurzum, die Angst vor den Folgen
der
schwindenden Legitimität des Staates Israel unter seiner
gegenwärtigen Politik lässt Zionisten tragischerweise
zu bloßen
Dreckschleudern werden. Wohl eher als Akt der Verzweiflung zu
interpretieren.
Brillante
Plaidoyers der drei
Rechtsanwälte der Verteidigung beschlossen den
überlangen
Verhandlungstag und legten nochmals wohlbegründet den
rassistischen
und rassentrennenden Charakter des Staates Israel dar, wiesen direkte
Verbindungen der Nebenkläger zur rechtsradikalen Szene (sic!)
in
Frankreich nach und klagten an, dass den Palästinensern bis
heute –
im Gegensatz zu jüdischen Menschen – der Status von
Opfern
verweigert würde.
Der
geschilderte Prozess ist nach
dieser Anhörung nicht mehr ein Prozess um den Boykott und
seine
Legitimität sondern zu einer fundierten Anklage des Staates
Israel
und des französischen Staates geworden, der sich zum
„Kollaborateur
mit Kriegsverbrechern“ gemacht hat.
Urteilsverkündung
am 08. Juli 2011. Salam-Shalom wird über
den
Fortgang berichten, weil dieser
Prozessausgang für die weltweite BDS-Kampagne von
herausragender
Bedeutung sein wird. (Chr. St.)
|
|
"... Der Staat Israel, den
Culturescapes unter dem Deckmantel eines Wohltäters der
Künste zu präsentieren gedenkt,
erstickt seit seiner Gründung die Grundlagen der
palästinensischen Kultur und Gesellschaft...."
Offener
Brief an die Veranstalter und Partner des
Festivals Culturescapes
(September–November 2011) und an alle KünstlerInnen
und
Kulturschaffenden in der Schweiz
GILAD
ATZMON, Ex-Israeli, Jazz-Gigant aus England, hat seine
Teilnahme am Culturescapes-Festival bereits im März abgesagt.
Lesen Sie hier, sein kurzes Statement dazu:
A few month ago I was
offered to perform in a club in Basel as a part of an israeli culture
festival. I immediately made it clear tothe promoter that I may not be
the right person for the job for I am a vocal opponent of the Jewish
state.
The promoter assured me that the festival is aware of my views and was
actually interested in my voice. A month later I realized that the
festival was actually co-founded by the Israeli government, I also
learned that I was the only dissident voice in the program . Under
these circumstances I couldn't participate in the festival. Festival
chairman Juriaan Cooiman met me in Zurich in March. I made it clear to
him that I would not share stage with artists supported by the Israeli
government, I also made it clear that Palestinians must be invited to
discuss Israeli crimes against humanity. At the end of the day,
Palestinians are the indigenous people of the land.
After the long meeting it was clear to me that these my cinditions
could not be met. I was left with no other option but boycotting the
festival. I believe that beauty with no ethics is a meaningless concept.
Gilad Atzmon
... Es geht darum, eine
Verschiebung zu erwirken und Israel anders zu verkaufen,
nämlich “weg vom Image eines Landes, das sich im
Krieg und Konflikt befindet und hin zu einem Marken-Zeichen
für positive Werte und Ideale, wie ‘Gestalter der
Zukunft’, ‘pulsierende Vielfalt’ und
‘unternehmerische Begeisterung’....
Offener
Brief an die Burghof
GmbH, Lörrach |
Die
größte Studenten-Vereinigung Europas
schließt sich dem Boykott
gegen Israel an
James
Haywood und Ashok Kumar/bdsmovement.net
Die
University of London Union (ULU) hat mit zehn zu eins dafür
abgestimmt, sich zur Unterstützung Palästinas der
Kampagne für
Boykott, Desinvestition und Sanktionen anzuschließen. Es wird
aufgerufen zu einer "eingehenden Untersuchung der Investitionen
und Verträge der ULU" mit den Unternehmen, die entsprechend
der
Formulierung des Nationalen Palästinensischen Komitees
für den
Boykott (BNC) Schuld tragen an der "der Verletzung der
Menschenrechte der Palästinenser". Ashok Kumar, Mitglied des
Senats von LSE (London School of Economics and Political Science),
argumentiert bei seiner Befürwortung des Aufrufs: "Wir haben
Präzedenzfälle für Boykottkampagnen an der
ULU, speziell gegen
Südafrika, sowie die Boykottkampagne gegen die Barclay Bank,
die die
Apartheidsregierung unterstützte. Jetzt gehen wir auf die
Forderung
der Palästinenser ein, die zur Unterstützung ihres
Kampfes zu der
zivilen Aktion gegen den Rassismus aufruft". Vollständiger Bericht
Largest student union in Europe joins
boycott of Israel  |
Die Knesset verbietet
Konsumentenproteste gegen die Besatzung Gush
Shalom, Presseerklärung, 07.03.11
Europäischer
Gerichtshof entscheidet:
Siedlungen kein Teil Israels
NTV,
Donnerstag, 25. Februar 2010
Es
ist ein Schlag gegen die israelische Siedlungspolitik: Nach einem
Urteil des Europäischen Gerichtshofs gehören die
besetzten Gebiete
nicht zum Staat Israel. Damit gilt aber auch keine Zollfreiheit
für
die dort hergestellten Produkte.
Die
besetzten Gebieten sind nicht Teil des Staates Israel und damit
dürfen israelische Waren aus dem Westjordanland nicht zollfrei
in
die EU eingeführt werden. Das hat der Europäische
Gerichtshof
(EuGH) entschieden. In dem schon im Vorfeld des Urteils aufmerksam
verfolgten Streit um Produkte der Marke "Soda Club" stärkte
das Gericht damit die palästinensische Selbstverwaltung.
Im
vorliegenden Fall ging es um "Soda-Club"-Trinkwassersprudler,
die in der israelischen Siedlung Maale Adumim im Westjordanland
hergestellt werden. Der israelische Produzent wollte sie zollfrei
einführen und berief sich im Streit mit dem Hauptzollamt
Hamburg-Hafen auf entsprechende israelische Bescheinigungen. In
diesen Papieren hatten die Behörden bestätigt, die
Waren stammten
aus einer Zone unter israelischer Zollzuständigkeit. Sie
hatten
jedoch keine näheren Auskünfte zur Frage gegeben, ob
die Geräte in
den besetzten Gebieten hergestellt worden seien. Der deutsche Zoll
erkannte die Bescheinigungen nicht an.
Neue Debatte um Israel-Boykott:
Bremens Nahost-Konflikt
Nach dem Aufruf des Friedensforums gegen den Kauf israelischer
Früchte, wenden sich Bremer Parteien und Verbände nun
gegen solche Aktionen taz.de
v. 09.05.11
Brief an den Präsidenten
des Europarates
Offener
Brief an
den Präsidenten Bremen, des
Bremer Senats Bürgermeister
Jens Böhrnsen |
|
Sehr geehrte hauptverantwortliche Damen und
Herren der Geschäftsführung / Aufsichtsrat der
Adidas-Group,
am 25. März findet der Jerusalem
Marathon statt, der von Adidas als einem der großen Sponsoren
gefördert wird. Wer Jerusalem und damit auch die Route des
Laufs kennt, weiß, dass er zum Teil auf Ost-Jerusalemer
Gebiet verläuft, das von Israel besetzt ist und wo
täglich imense Verstöße gegen das
Völkerrecht und die Menschenrechte seitens Israel stattfinden,
z.B. Häuserzerstörung, Vertreibung von
palästinensischen Familien etc. Ausserdem wird mit diesem
Streckenverlauf so getan, als ob ganz Jerusalem zu Israel
gehöre und die Hauptstadt Israels sei.
Auch wenn Adidas argumentiert, dass es sich hier
um eine rein sportliche und nicht politische Veranstaltung handle, ist
eindeutig und klar festzuhalten, dass in Israel praktisch alles
politisch zu sehen und zu werten ist, so auch der Jerusalem Marathon.
Ich darf Sie daher dringend auch seitens der 224
Mitglieder unseres Vereins “ MUSA’ADE
– Hilfe und Hoffnung für Bethlehem e.V.”
bitten, sich als Sponsor des Jerusalem Marathon zurückzuziehen
oder darauf hinzuwirken, dass der Streckenverlauf des Jerusalem
Marathon ausschließlich auf das Gebiet von West-Jerusalem
begrenzt und kein Streckenmeter des Laufs auf besetztem
palästinensischem Gebiet gelaufen wird.
Adidas sollte sich von der
völkerrechtswidrigen Politik Israels nicht auf sportlichem
Gebiet missbrauchen lassen.
Unsere Mitglieder werde ich über die
Entscheidung der Adidas Group informieren.
Für Ihre hoffentlich dem sportlichen
Ereignis im genannten Sinn angemessene Entscheidung möchte ich
mich schon jetzt bedanken und wünsche dem sportlichen
Großereignis im israelischen Teil Jerusalems viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüssen
P. Rainer Fielenbach
Straubing
|
- Israel braucht ein starkes Signal gegen seine
Besatzungspolitik. EU
sollte politischen Wandel fordern. Ein Gespräch mit Ilan
Pappe
- FRANZÖSISCHE UNTERNEHMEN VERLASSEN
BAHNPROJEKT IN JERUSALEM
Nach Protesten palästinensischer Solidaritätsgruppen
haben sich die französischen Unternehmen Veolia und Alstom
dazu entschlossen, aus einem Bahnprojekt in Jerusalem auszusteigen.
Zuvor war mit der israelischen Regierung vereinbart worden, dass beide
Firmen eine Trambahnstrecke errichten und unterhalten, welche die Stadt
Jerusalem mit israelischen Siedlungen im besetzten
Westjordanland
verbinden soll.
Rechtswidrige Besatzung darf sich nicht
auszahlen
FrauenNetzwerkNahost:
Wissen Sie... was Sie mit
dem Strichcode 729 einkaufen?
Es ist
nicht überraschend, wenn Ihnen die Zahlenfolge 729
bislang nichts
sagt. Es handelt sich um den sogenannten
„Ländercode“ am Beginn
eines Strichcodes, der Aufschluss darüber gibt, woher eine
Ware stammt.
Ein Strichcode mit den Ziffern 729 verweist darauf, dass ein Produkt
aus Israel
kommt. Den Strichcode 729 tragen aber auch Waren, die
etwa in Ma'ale Adumim oder
in der Industriezone von Barkan hergestellt worden sind –
also in israelischen
Siedlungen auf besetztem palästinensischem Gebiet.
Die systematische Besiedlung von besetztem Gebiet stellt einen schweren
Verstoß gegen
das Völkerrecht dar. Seit seiner Gründung im Jahr
2002 fordert das FrauenNetzwerkNahost
daher die eindeutige Kennzeichnung von Waren aus den
völkerrechtswidrigen
Siedlungen. In mehreren Postkartenaktionen haben wir auf das Problem
hingewiesen,
dass Verbraucher/innen mit ihrer Kaufentscheidung unwissentlich
Völkerrechtsverletzungen
unterstützen. Unsere bisherigen Karten waren getragen von dem
Bemühen
um Aufklärung und einer eindeutigen Kennzeichnung der Waren
„Made
in Israel“. Zum
ausführlichen Bericht
|
- Sieg
für den Boykott: Africa
Israel Investment
gibt Siedlungsbau auf. .... Adalah-New York begann im
November 2007 eine Boykottkampagne gegen die Unternehmen von Lev Leviev
und hat seither in aller Welt Unterstützer gefunden. In der
Folge haben die norwegische, die schwedische und die
holländische Regierung ebenso wie einige internationale
Investmentfirmen die Zusammenarbeit mit Africa Israel beendet. Die
britische Regierung, UNICEF, Oxfam und CARE haben ihre Beziehungen zu
Leviev aufgegeben, auch bedeutende Persönlichkeiten sind
dabei, dies nach und nach zu tun. Vollständiger
Bericht in PDF / auch in Englisch
- Radio Vatikan
Südafrika: Tutu für
Israel-Boykott
Der
frühere anglikanische Erzbischof und Friedensnobelpreisträger
Desmond Tutu
ruft die Mitarbeiter der Oper von Kapstadt dazu auf, ein
Gastspiel in Tel Aviv abzusagen. In einem offenen Brief
schreibt
der frühere anglikanische Erzbischof, der als Apartheid-Gegner
weltweit bekannt wurde: „Die Oper von Tel Aviv wird vom
israelischen Staat subventioniert. Sie zieht internationale
Künstler an und will damit den trügerischen Eindruck
erwecken, dass Israel eine zivilisierte Demokratie
wäre.“
Die Kapstädter Oper solle bitte nicht in einem Land gastieren,
das
in Israel selbst und den besetzten Gebieten Millionen von
Palästinensern keinen Zugang zu Schulen, Ausbildung und Kultur
gebe. Wie zur Zeit der Apartheid in Südafrika sei auch ein
Künstler-Boykott gegen Israel „eine positive
Mobilisierung“, die „dem Frieden und der
Verständigung“ diene, schreibt Tutu. Der
jüdische
Zentralverband in Südafrika hat gegen den Brief protestiert;
der
Direktor der Kapstädter Oper liess wissen, er halte an dem
Gastspiel vom November fest.
Profiteure der Besatzung, ein
paar Beispiele:
|
Salam
Shalom Arbeitskreis
Palästina-Israel e.V. setzt sich für einen gerechten
Frieden für die Menschen im Nahen Osten ein.
|